| Pressemeldung | Nr. 122

Zehnter Europäischer Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung in Oświęcim/Auschwitz

Gewaltüberwindung und Versöhnung

Die Maximilian-Kolbe-Stiftung führt vom 11. bis 16. August 2019 in Oświęcim/Auschwitz zum zehnten Mal ihren jährlichen Europäischen Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz durch.

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den bis heute andauernden Prägungen und Verletzungen, die von Auschwitz und dem Zweiten Weltkrieg ausgehen, sowie nach einem angemessenen Umgang mit der Gegenwart dieser Geschichte. An dem Workshop nehmen Vertreter aus zwölf Ländern, darunter Russland, die Ukraine, die baltischen Staaten sowie Polen, Albanien, Slowenien, Bosnien, Irland, Italien und Deutschland teil. Höhepunkte des Workshops werden der Vortrag des Erzbischofs von Warschau, Kardinal Kazimierz Nycz, über die Rolle der Kirche beim Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit sowie das daran anschließende Gespräch mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, sein.

Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen der auf dem Workshop vertretenen Gesellschaften diskutieren die Teilnehmenden über die grundlegenden Perspektiven von Gewaltüberwindung und Versöhnung. Dabei stoßen sie immer wieder auf relevante Unterschiede in der Wahrnehmung der Geschichte. Durch den angemessenen, respektvollen Austrag dieser Unterschiede und Konflikte, zum Beispiel zwischen Ukrainern und Russen, trägt der Workshop zu einem vertieften gegenseitigen Verständnis bei. Zugleich setzt er ein Zeichen europäischer Gemeinsamkeit.

Der jährliche Workshop leistet einen Beitrag zur Stärkung eines europäischen, auf Heilung und Versöhnung zielenden Diskurses. Die Begegnungen der Teilnehmenden helfen zugleich, ein europäisches Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung zu bilden. Der Workshop ist Teil der verlässlichen kirchlichen Versöhnungsarbeit.


Hintergrund

Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wurde 2007 mit Unterstützung der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. 2015 haben die Vorsitzenden der beiden Bischofskonferenzen das Ziel bekräftigt, die Stiftung weiterzuentwickeln. Aufgabe der Stiftung ist, Beiträge zur Stärkung der (kirchlichen) Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren. Der Heilige Maximilian Kolbe gab 1941 sein Leben stellvertretend für einen Mithäftling im Konzentrationslager Auschwitz und setzte damit ein Zeichen, dass Hass und Gewalt nicht das letzte Wort haben. Weitere Informationen sind unter www.maximilian-kolbe-stiftung.de zu finden.


Hinweise:

Das Programm des Workshops ist als pdf-Datei im Anhang sowie unter www.dbk.de verfügbar.

Interviewanfragen zum Workshop richten Sie bitte an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle(at)dbk.de).