Ostern 2026
Auf dieser Themenseite finden Sie einige Informationen zum Osterfest sowie eine Übersicht der geplanten Fernseh- und Hörfunkgottesdienste in der Karwoche und an den Osterfeiertagen.
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Predigten und weitere Texte
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Botschaft und Segen Urbi et orbi von Papst Leo XIV.
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Predigt von Bischof Wilmer am Ostersonntag
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Worum geht es an Ostern?
Für katholische Christen ist Ostern das höchste Fest des Jahres. In der österlichen Dreitagefeier (lat. Triduum Sacrum) vom Abend des Gründonnerstags bis zum Abend des Ostersonntags wird das Gedächtnis des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern, seiner Gefangennahme und Verurteilung, seiner Hinrichtung am Kreuz, seiner Grablegung und seiner Auferstehung von den Toten begangen. Jesus ist durch sein Leiden und seinen Tod hinübergegangen zu einem neuen Leben. Seine Auferweckung ist der Grund christlicher Hoffnung.
Deshalb feiern die Christen an Ostern das Mysterium der Erlösung. Das Osterfest der Christen hat jüdische Wurzeln. Das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod steht im Zusammenhang mit dem jüdischen Pesachmahl, das die Juden bis heute zum Gedenken an ihre von Gott gewirkte Befreiung aus der Sklaverei begehen. Und Jesus ist am Tag nach dem jüdischen Sabbat, am ersten Tag der Woche – also an einem Sonntag – den Frauen und den Jüngern als Lebender erschienen. Deshalb ist der Sonntag als der wöchentliche Tag der Auferstehung Jesu älter als das jährliche Osterfest. Und deshalb wird Ostern nicht (wie etwa Weihnachten) an einem festen Datum gefeiert, sondern an einem Sonntag, und zwar in Analogie zum jüdischen Pesachfest am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.
Feier der Osternacht
Der Höhepunkt dieser Drei-Tage-Feier ist die Feier der Osternacht. Sie beginnt mit der Segnung eines neu entfachten Feuers, an dem die Osterkerze entzündet wird. Die brennende Osterkerze ist Sinnbild für Christus, den Auferstandenen. Sie wird in feierlicher Prozession in die dunkle Kirche hineingetragen; die Gläubigen entzünden an ihr ihre Kerzen, sodass die Kirche vom Glanz der Lichter erstrahlt. Die Osterkerze erhält einen Ehrenplatz, und in einem festlichen Lobgesang (dem „Exsultet“) wird das Geheimnis dieser Nacht besungen, die durch die großen Heilstaten Gottes und unüberbietbar durch die Auferstehung Christi geheiligt ist.
Es folgen Schriftlesungen, Gesänge und Gebete, in denen sich die Heilsgeschichte entfaltet, angefangen von der Erschaffung der Welt. Die wichtigste von den insgesamt sieben Lesungen aus dem Alten Testament handelt von der Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten und vom rettenden Durchzug durch das Rote Meer (Ex 14,15–15,1). Von Anfang an haben die Christen darin ein Vorbild für das Oster-Mysterium, die Erlösung von der Knechtschaft des Bösen und des Todes durch die Auferstehung Jesu gesehen. Durch das Wasser der Taufe sind wir gerettet.
Die Lesung aus dem Römerbrief (6,3–11) zeigt die Beziehung zwischen Tod und Auferstehung Jesu und unserer Taufe auf. Nachdem während der ganzen Fastenzeit kein Halleluja (= gepriesen sei der Herr) gesungen wurde, erklingt dieser Jubelruf jetzt neu und festlich vor dem Evangelium, in dem die synoptischen Berichte von der ersten Erscheinung des Auferstandenen am Ostermorgen verkündet werden.
Die Osternacht ist ein vorrangiger Tauftermin, besonders für Erwachsene und Jugendliche. Die versammelte Gottesdienstgemeinde erneuert ihren Taufglauben durch ihre Absage vom Bösen und ihr Bekenntnis des Glaubens.
In der feierlichen eucharistischen Liturgie, die den Höhepunkt der Osternachtfeier bildet, lädt der Auferstandene die Seinen ein, mit ihm Mahl zu halten – in der Freude der Erlösten und in der Vorfreude auf das Hochzeitsmahl des ewigen Lebens.
50 Tage Osterzeit
Das österliche Glaubensgeheimnis ist so groß, dass man es nicht an einem Tag angemessen feiern kann, auch nicht in einer Woche. Die jährliche Osterfeier dauert sieben Wochen, d. h. sieben mal sieben Tage, und endet am 50. Tag, dem Pfingstfest. Das Wort „Pfingsten“ kommt vom griechischen „pentekoste“ = der fünzigste (Tag).
Die Oktav von Ostern, d. h. die Osterwoche ist liturgisch besonders ausgestaltet, sie endet am Oktavtag, dem achten Tag, der im Deutschen den Namen „Weißer Sonntag“ trägt, weil in der Frühzeit der Kirche die in der Osternacht getauften Neuchristen die ganze Osterwoche hindurch bis zum Oktavtag ihre weißen Taufgewänder trugen. Der deutsche Name „Ostern“ kommt sehr wahrscheinlich von einer althochdeutschen Übersetzung des lateinischen „hebdomada in albis“ (Woche in Weiß), wobei das „albis“ irrtümlich mit „Morgenröte“, althochdeutsch „eostarun“ wiedergegeben wurde. Der „Weiße Sonntag“ ist (seit dem 18. Jahrhundert) ein bevorzugter Termin für die feierliche Erstkommunion der Kinder.
An den sieben Sonntagen der Osterzeit ist die Erste Lesung nicht dem Alten Testament, sondern der Apostelgeschichte entnommen, die von den Auswirkungen des Ostergeschehens berichtet. Die Zweite Lesung aus den Apostelbriefen handelt jeweils vom Sinngehalt und von den Konsequenzen der Auferstehung Jesu für unseren Glauben, und die Evangelienlesungen, überwiegend nach Johannes, bezeugen die Auferstehung Jesu und erschließen ihre Bedeutung.
Am 40. Tag nach Ostern (gemäß Apostelgeschichte 1,3) begeht die Kirche das Gedächtnis der Aufnahme des auferstandenen Jesus in den Himmel (Christi Himmelfahrt). Die neun verbleibenden Tage bis Pfingsten (die Pfingstnovene) sind geprägt von der Bitte um das Kommen des verheißenen Heiligen Geistes. Am 50. Tag nach Ostern, dem Pfingstfest, das – wie Ostern – auf ein jüdisches Fest zurückgeht, feiert die Kirche die Ausgießung des Heiligen Geistes als Frucht und Vollendung der Heilstat Christi. Es ist der Abschluss der Osterfeier.
Das Bischöfliche Hilfswerk Renovabis verwendet die Pfingstkollekte für Hilfsprojekte in den osteuropäischen Ländern. Der Name „Renovabis“ (lat. = „du wirst erneuern“) ist dem Pfingstgebet entnommen: Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.
Die Österliche Bußzeit oder Fastenzeit
Die Fastenzeit ist für katholische Christen die Zeit der geistlichen Vorbereitung auf die jährliche Osterfeier, die Gedächtnisfeier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Deshalb heißt diese Zeit auch Österliche Bußzeit. Sie ist geprägt durch die Erinnerung an die Taufe, durch Gebet und durch Taten der Nächstenliebe, des Verzichts (der Buße), der Lebenserneuerung und Glaubensvertiefung.
Begriffserklärungen
Die Fastenzeit, seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch österliche Bußzeit genannt, ist für katholische Christen die Zeit der geistlichen Vorbereitung auf das jährliche Osterfest, die Gedächtnisfeier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Die Fastenzeit ist geprägt durch die Erinnerung an die Taufe, durch Gebet und durch Taten der Nächstenliebe, des Verzichts (der Buße), der Lebenserneuerung und Glaubensvertiefung. Sie dauert 40 Tage, beginnt am Aschermittwoch und endet mit dem Gründonnerstag. Die sich anschließenden Tage Karfreitag und Karsamstag gelten als das Osterfasten.
Zur Vorbereitung auf Weihnachten gibt es in der katholischen Kirche eine weitere Fastenzeit, den Advent.
Der Vorabend des Karfreitags wird Gründonnerstag genannt und zählt zu den heiligen drei Tagen des österlichen Triduums, weil nach jüdisch-antiker Vorstellung der Tag mit dem Vorabend beginnt.
Am Gründonnerstagabend gedenkt die Kirche des Letzten Abendmahls Jesu: Im Abendmahl wird Jesu Hingabe im Opfertod sakramental vorausgenommen. Mit dem Leiden am Ölberg und der Verhaftung durch die Soldaten beginnt die eigentliche Passion.
Die ersten Jahrhunderte kannten keine eigene Karfreitagsliturgie. Für das 4. Jahrhundert wird eine Verehrung des Heiligen Kreuzes in Jerusalem überliefert.
Die Feier des Karfreitags bildete sich erst im Laufe des 10. Jahrhunderts aus. Mit dem Tridentinischen Messritus wurde 1570 die Karfreitagsliturgie festgelegt, die 1955 und 1970 revidiert wurde. Heute besteht die Feier aus den drei Teilen Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier.
Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Christi. An ihm findet keine spezielle Liturgie statt. Mit Einbruch der Dunkelheit beginnt der Vorabend des Osterfestes und damit die Feier der Osternacht.
Für katholische Christen ist Ostern das höchste Fest des Jahres. In der Österlichen Dreitagefeier (lat. Triduum Sacrum) vom Abend des Gründonnerstags bis zum Abend des Ostersonntags werden das Gedächtnis des Letzten Abendmahls Jesu, die Passion, Tod und Auferstehung gefeiert.
Das Osterfest hat jüdische Wurzeln. Das Abendmahl Jesu steht im Zusammenhang mit dem jüdischen Pesachmahl, das die Juden bis heute zum Gedenken an ihre von Gott gewirkte Befreiung aus der Sklaverei begehen. Jesus ist am Tag nach dem jüdischen Sabbat, am ersten Tag der Woche – also an einem Sonntag – den Frauen und den Jüngern als Lebender erschienen. Deshalb ist der Sonntag als der wöchentliche Tag der Auferstehung Jesu älter als das jährliche Osterfest. Aus diesem Grund wird Ostern nicht (wie etwa Weihnachten) an einem festen Datum gefeiert, sondern an einem Sonntag, und zwar in Analogie zum jüdischen Pesachfest am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Diese Festlegung traf das Konzil von Nizäa 325 n. Chr.
Zu Ostern gehört die Feier der Osternacht, in der die Osterkerze entzündet wird und die Schriftlesungen die Heilsgeschichte entfalten. Zur Feier der Osternacht kann auch eine Taufe gehören.
Die Herkunft des deutschen Wortes Ostern ist nicht geklärt. Beda Venerabilis (647–735 n. Chr.) liefert mit dem Begriff „Eostro“ (= Morgenröte) den wohl ältesten literarischen Beweis.
Die 50 Tage nach Ostern sind die sogenannte Osterzeit, die mit dem Pfingstfest (pentekoste = der 50. Tag) enden. Der Sonntag nach dem Ostersonntag ist traditionell der Weiße Sonntag, weil in der Frühzeit der Kirche die in der Osternacht getauften Neuchristen die ganze Osterwoche hindurch bis zum Oktavtag ihre weißen Taufgewänder trugen.
Bereits seit dem 2. Jahrhundert ist die österliche Zeit (Osterzeit) überliefert, die ab Ostersonntag gezählt 50 Tage dauert.
Die erste Woche nach Ostern bildet die Osteroktav. Die 50-tägige Osterzeit kennt ihren Vorgänger im jüdischen Festkalender: 50 Tage nach dem Pascha-Fest (Pesah) wird das sogenannte „Wochenfest“ als Erntefest und Erinnerung des Bundesschlusses am Sinai gefeiert.
