Kirche von A–Z

 

Von A bis Z - hier finden Sie Informationen zu einzelnen Stichwörtern. Wir sind bemüht, die Liste fortlaufend zu ergänzen und zu aktualisieren.

Darwin Charles

Das Jahr 2009 stand im Zeichen des Doppeljubiläums, das zu Ehren von Charles Darwins 200. Geburtstag und der Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie vor 150 Jahren begangen wird. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Position der katholischen Kirche.

Das Jahr 2009 stand im Zeichen des Doppeljubiläums, das zu Ehren von Charles Darwins 200. Geburtstag und der Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie vor 150 Jahren begangen wird. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Position der katholischen Kirche.

Darwin-Jahr, Evolutionstheorie und katholische Kirche

Evolutionstheorie und christlicher Glaube – zwei Sichtweisen auf ein Geschehen

Die Evolutionstheorie ist grundsätzlich mit der Bibel und der kirchlichen Lehre vereinbar, da es sich dabei um zwei Sichtweisen auf ein Geschehen handelt: einerseits um die naturwissenschaftliche Erklärung, andererseits um die theologische Deutung der Weltentstehung. Zwar wurde immer wieder versucht, theologische Schöpfungsaussagen unmittelbar an die Weltbeschreibungen der Evolutionstheorie anzuschließen und ihnen so zu einer größeren, dem naturwissenschaftlichen Denken entliehenen Wirklichkeitsnähe zu verhelfen. Derartige Versuche übersehen jedoch etwas ganz Grundlegendes: Der biblische Schöpfungsglaube beansprucht Wahrheit und objektive Geltung auf eine andere Art, eben in der Form des religiösen Bekenntnisses und der theologischen Reflexion, ohne dass er damit den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen einbüßen würde.

Evolutionstheorie und persönlicher Glaube

Der persönliche Glaube muss durch die Erkenntnisse der Evolutionstheorie nicht in Frage gestellt werden, da es sich um zwei unterschiedliche Erkenntniswege handelt. Sie bereichern sich gegenseitig. Wichtig und ausschlaggebend ist ein vorurteilsfreier und ideologiefreier Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie, da es sich bei der Evolutionstheorie und dem Glauben um zwei Sichtweisen auf dieselbe Wirklichkeit handelt.

Die unterschiedlichen Kompetenzbereiche von Naturwissenschaften auf der einen Seite und von Theologie und Kirche auf der anderen Seite
Es fällt in die Kompetenz der Naturwissenschaften zu erklären, wie die Welt entstanden ist; auf dieser Ebene lassen sich aus dem biblischen Schöpfungsglauben und dem theologischen Schöpfungsbegriff keine Aussagen ableiten, die in Konkurrenz zu ihnen treten könnten. Die theologische Schöpfungslehre fragt dagegen, warum überhaupt etwas ist; den Schöpfungsaussagen der Bibel geht es nicht um eine Beschreibung des Wie, sondern um ein grundlegendes Verständnis für das Dass des Seins.

Wichtig ist die für das Verstehen wichtige Unterscheidung von bleibendem Glaubensinhalt und kontingenter, also einer durch die zeitlichen Umstände bedingten Darstellungsform des biblischen Schöpfungsglaubens. Eine historisch-kritische Anwendung von Auslegungsregeln auf biblische Texte relativiert nicht deren Glaubensbotschaft, sondern schafft überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass die Botschaft der biblischen Texte nicht mit einem vormodernen, durch die naturwissenschaftliche Erkenntnis überholten Weltbild verwechselt wird.

Es geht also um die die wichtige Unterscheidung von bleibendem Glaubensinhalt und der jeweils der Zeit entspringenden Darstellungsform. Jede Erkenntnisform – die naturwissenschaftliche sowie die theologische und kirchliche – bleibt innerhalb ihres Kompetenzbereichs: Eine gegenseitige Erhellung ist aber deswegen nicht ausgeschlossen.

Evolutionstheorie und Kreationismus – eine Gegenüberstellung

Der Kreationismus ist die Auffassung, dass die wörtliche Interpretation der Heiligen Schrift die tatsächliche Entstehung von Leben und Universum beschreibt. Beides wird hier durch den unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes in natürliche Vorgänge erklärt. Dass daraus die Ansicht hervorgeht, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse im Widerspruch stehen zu einer wörtlichen Interpretation der Bibel und somit mit dem Glauben unvereinbar sind, ergibt sich daraus beinahe von selbst. Aber es geht doch vielmehr darum zu verstehen, dass biblische Schöpfungsaussagen keine protokollartigen Berichte über den Entstehungsvorgang der Welt sind, sondern ursächliche Sinndeutungen.

Das Verhältnis von katholischer Kirche und Naturwissenschaften heute

Glaube und Lehramt begeben sich gegenüber den Naturwissenschaften nicht in eine Verteidigungshaltung. Es zeigt sich vielmehr Bescheidenheit und vielleicht auch Demut im Blick auf die eigenen Grenzen. Naturwissenschaftler wiederum sehen den Glauben nicht als eine „intellektuelle Altsteinzeit“ an.
Statt Konfrontation ist in der Beziehung zwischen Naturwissenschaft und akademisch geprägter Theologie, bzw. kirchlichem Lehramt zunehmend die Suche nach einem gedanklichen Ausgleich getreten, gerade auch zwischen Schöpfungsglauben und Evolutionslehre. Ein solch offen gestalteter Dialog und die (natur-)wissenschaftliche Neugier scheinen immer wieder auf – so hat beispielsweise die Päpstliche Akademie der Wissenschaften im Jahr 2003 ihr 400-jähriges Bestehen gefeiert.

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Denkmalschutz

In Deutschland gilt die Sorge um das kirchliche Kulturgut auf der Grundlage der Konkordate (Staatskirchenverträge) und kirchenrechtlichen Verträge als "res mixta", als gemeinsame Angelegenheit.

In Deutschland gilt die Sorge um das kirchliche Kulturgut auf der Grundlage der Konkordate (Staatskirchenverträge) und kirchenrechtlichen Verträge als "res mixta", als gemeinsame Angelegenheit.
Staatlicherseits werden bei dieser Rechtslage kirchliche Denkmale nicht wie profane Kulturdenkmale behandelt. Dennoch behält sich der Staat die gesetzliche Hoheit über den gesamten Denkmalschutz – also auch der Kirchen – vor. Eine Einschränkung dieser staatlichen Zuständigkeit besteht u. a. in Form von Sonderbestimmungen (so genannte "Berücksichtigungsklauseln") darin, dass bei sakralen Bauwerken gottesdienstliche Belange vorrangig zu beachten sind. Bei der Pflege und Erhaltung von Kirchengebäuden muss vermieden werden, dass ein Kirchengebäude in einen Denkmalsaspekt und einen Bereich aufgespaltet wird, der nur aufgrund seiner liturgischen Funktionalität der kirchlichen Verfügungsgewalt untersteht.

Auszug aus:
Die Katholische Kirche in Deutschland und die Denkmalpflege
Hintergründe, Fakten, Perspektiven
- Grundinformation -

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Diakon

Die Bezeichnung Diakon geht auf das griechische Wort für Diener oder Helfer zurück. Diese Übersetzung beschreibt treffend das Tätigkeitsprofil eines so genannten Ständigen Diakons, denn: „Im Dienst des Wortes, des Altares und der Liebe ist der Diakon für alle da.“ Mit diesen Worten befähigt der Bischof bei der Diakonenweihe den Kandidaten zum Seelsorgedienst im Namen und in der Person Jesu Christi.

Eine Besonderheit des Ständigen Diakonats ist, dass es sowohl hauptberuflich als auch nebenberuflich ausgeübt werden kann, eine weitere, dass die Diakone im Gegensatz zum Priester wählen können, ob sie ehelos leben oder heiraten und eine Familie gründen möchten.

Der hauptberufliche Diakon versieht seinen Dienst in der Regel in der Gemeinde, kann aber auch auf regionaler, diözesaner oder verbandlicher Ebene mitwirken. Nebenberufliche Diakone hingegen üben schwerpunktmäßig einen Zivilberuf aus und sollen von ihrem Platz in der Gesellschaft und ihrer Heimatgemeinde aus seelsorglich tätig werden.

Diakone begleiten das gemeindliche Leben, engagieren sich im sozialen Bereich und unterstützen den Priester bei der Verkündigung und der Feier der Sakramente. So dürfen sie etwa Wortgottesdienste feiern und assistieren in der Heiligen Messe. Sie taufen, trauen und leiten Begräbnisfeiern.

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Dikasterien

Als Dikasterien werden alle Behörden der Römischen Kurie bezeichnet. Dazu gehören das Staatssekretariat, die neun Kongregationen, die Gerichtshöfe, die zwölf Päpstlichen Räte, die Päpstlichen Ämter (Apostolische Kammer, Verwaltung der Güter des Apostolischen Stuhles, Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Hl. Stuhls) sowie die Präfektur des päpstlichen Hauses und das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes.

Als Dikasterien werden alle Behörden der Römischen Kurie bezeichnet. Dazu gehören das Staatssekretariat, die neun Kongregationen, die Gerichtshöfe, die zwölf Päpstlichen Räte, die Päpstlichen Ämter (Apostolische Kammer, Verwaltung der Güter des Apostolischen Stuhles, Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Hl. Stuhls) sowie die Präfektur des päpstlichen Hauses und das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes.

Leiter eines Dikasteriums ist entweder ein Kardinal oder ein Erzbischof. Im Fall der Sedisvakanz verlieren sie wie auch die Mitglieder der Dikasterien ihre Ämter. Während der Sedisvakanz erledigen die Sekretäre die ordentlichen Amtsgeschäfte ihres Dikasteriums, verantwortlich sind sie dabei dem Kardinalskollegium. Im Amt bleiben auch der Camerlengo, der Großpönitentiar, der Kardinalvikar der Diözese Rom sowie der Kardinalerzpriester der Vatikanischen Basilika, der zugleich Generalvikar für die Vatikanstadt ist, der Substitut des Staatssekretariats, der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten. Alle sind dem Kardinalskollegium verantwortlich. Der Oberste Gerichtshof der Apostolischen Signatur und der Gerichtshof der Römischen Rota können auch weiterhin Rechtsfälle behandeln (Pastor Bonus, Art.1 u 3). Auch der Almosenier Seiner Heiligkeit kann seinen karitativen Tätigkeiten weiter nachgehen.

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Domus Sanctae Marthae

Die Domus Sanctae Marthae (lat. domus = Haus) ist das Gästehaus in der Vatikanstadt. Während des Konklave wohnen die wahlberechtigten Kardinäle im Gästehaus Sanctae Marthae.

Die Domus Sanctae Marthae (lat. domus = Haus) ist das Gästehaus in der Vatikanstadt. Während des Konklave wohnen die wahlberechtigten Kardinäle im Gästehaus Sanctae Marthae.

Es liegt hinter der Audienzhalle. Ebenso wie in der Sixtinischen Kapelle gilt im Gästehaus strenge Geheimhaltung. Für die Herrichtung der Räumlichkeiten sind der Camerlengo (Kardinal Jean-Louis Tauran, seit 20.12.2014), der Kardinalstaatssekretär (Kardinal Pietro Parolin) und der Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt (Kardinal Giuseppe Bertello) verantwortlich. Die Zimmer werden den wahlberechtigten Kardinälen durch Los zugewiesen.

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