Gesprächsprozess

Gesprächsforum „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ in Würzburg

11. bis 12. September 2015

Nach fünf Jahren geht mit einem abschließenden bundesweiten Gesprächsforum am 11. und 12. September 2015 in Würzburg der Gesprächsprozess der Deutschen Bischofskonferenz zu Ende. Die Begegnung steht unter dem Thema „Wo Gott ist, da ist Zukunft“. Das Zitat stammt von Papst Benedikt XVI. und war das Leitwort seiner Reise nach Deutschland im September 2011.

 

Worum geht es?

In Würzburg soll überlegt werden, wie die Erkenntnisse des Gesprächsprozesses der vergangenen Jahre auch künftig fruchtbar gemacht werden können. Die deutschen Bischöfe werden dazu die weiteren Schritte bei ihren Beratungen im November erörtern. In Würzburg werden Elemente  einer „Botschaft“ der deutschen Bischöfe beraten.

Mit Blick auf den Abschlussbericht werden drei zentrale Aspekte diskutiert:

  • Der Gesprächsprozess: ein Beitrag zur Erneuerung der Kirche in Deutschland,
  • Grundlagen und Leitgedanken einer kirchlichen Erneuerung,
  • Bausteine und Anregungen für eine Reform des kirchlichen Lebens.

Zwei zentrale Punkte werden das Gesprächsforum in Würzburg prägen: Zum einen geht es um Aspekte und Erkenntnisse des Gesprächsprozesses der vergangenen Jahre, die in einem Abschlussbericht zusammengefasst werden, der in Würzburg diskutiert und verabschiedet wird. Ziel ist es, über Inhalte und Verlauf der zurückliegenden Treffen eine Verständigung zu erzielen, der alle zustimmen können. Daneben wird das Augenmerk am zweiten Arbeitstag auf der weiteren Bedeutung des Gesprächsprozesses und der gewonnenen Einsichten für Gegenwart und Zukunft kirchlichen Lebens und Handelns liegen. Schon jetzt ist deutlich: Der Gesprächsprozess war ein wertvoller Lernprozess, durch den  sich eine neue Qualität des Miteinanders sowie eine neue Dichte der Kommunikation entwickelt hat. Jetzt wird es darum gehen, das gewachsene Vertrauen in einer neuen Kultur der Verbindlichkeit auf möglichst vielen Ebenen des kirchlichen Lebens zu vertiefen.

 

Wer nimmt teil?

Die Teilnehmer in Würzburg spiegeln auch in diesem Jahr die Vielfalt der katholischen Kirche in Deutschland wider. Rund 300 Personen nehmen an der Veranstaltung teil, darunter 32 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, haupt- und ehrenamtliche Vertreter der 27 deutschen Bistümer sowie Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der kirchlichen Bewegungen und geistlichen Gemeinschaften, des Deutschen Caritasverbandes, der Deutschen Ordensobernkonferenz und der Katholisch-Theologischen Fakultäten.

 

HIntergrund

Aus den Gesprächsforen der vergangenen Jahre sind Themen und Aufgaben in die Bistümer, Orden und geistlichen Gemeinschaften sowie in die Verbände und in die Deutsche Bischofskonferenz getragen worden. Bei der Vorbereitung des abschließenden Forums haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und die weiteren Mitglieder der bischöflichen Steuerungsgruppe des Gesprächsprozesses (Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck) Aspekte der Vorjahresveranstaltungen aufgegriffen.

 

Rückblick

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe wurde auf Anregung des damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, von der Herbst-Vollversammlung 2010 in Fulda beschlossen. Die Gesamtlinie des Prozesses haben die deutschen Bischöfe während ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Paderborn 2011 in einem gemeinsamen Wort „Im Heute glauben“ veröffentlicht. Der Gesprächsprozess war bewusst auf fünf Jahre angelegt. Wegmarken dieses Prozesses waren die Jahresgesprächsforen in Mannheim (2011), Hannover (2012), Stuttgart (2013) und Magdeburg (2014), der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland (2011), die Katholikentage in Mannheim (2012) und Regensburg (2014) sowie der Eucharistische Kongress in Köln (2013). Die Deutsche Bischofskonferenz hat außerdem in Entsprechung zu den Lebensvollzügen der Kirche (Diakonia, Liturgia, Martyria) Jahresthemen definiert, die dem Gesprächsprozess eine inhaltliche Struktur geben: Nachdem 2012 das Leitwort „Diakonia – unsere Verantwortung in der freien Gesellschaft“ und 2013 „Liturgia – heute Gott verehren“ im Mittelpunkt standen, war 2014 das Leitwort „Martyria – Ich bin eine Mission“.

 

Liturgische Feiern

Das Gesprächsforum wird von einzelnen liturgischen Feiern begleitet. Der Bischof von Würzburg, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, lädt die Gläubigen insbesondere ein, am Abschlussgottesdienst am Samstag, den 12. September 2015 um 12.00 Uhr im Hohen Dom zu Würzburg teilzunehmen.



Was ist der Gesprächsprozess?

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe ist ein geistlicher Prozess, bei dem bis zum Jahr 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen werden soll, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils existiert.

Er wurde auf der Herbst-Vollversammlung 2010 in Fulda beschlossen und umfasst Veranstaltungen in den Diözesen wie auch überdiözesane Initiativen. Mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat die Bischofskonferenz zwei Projekte als Bestandteile dieses Prozesses vereinbart. In ihnen geht es einerseits um die Frage des Zueinanders der kirchlichen Ämter und Aufgaben von Priester und Laien, andererseits um das Engagement der Kirche in der Welt von heute. Die Gesamtlinie des Prozesses haben die deutschen Bischöfe während ihrer Frühjahrsvollversammlung in Paderborn in einem gemeinsamen Wort „Im Heute glauben“ veröffentlicht.

 

Grafik zum zeitlichen Ablauf des geplanten Gesprächsprozesses. Die Grafik wird vergrößert angezeigt, wenn sie angeklickt wird.

Der Gesprächsprozess ist auf fünf Jahre angelegt. Wegmarken dieses Prozesses sind unter anderem der Papstbesuch 2011 in Deutschland, der Katholikentag 2012 in Mannheim, der Nationale Eucharistische Kongress 2013 in Köln, der Katholikentag 2014 und das Jubiläum zum 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils 2015.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat außerdem in Entsprechung zu den Lebensvollzügen der Kirche (Diakonia, Liturgia, Martyria) Jahresthemen definiert, die dem Gesprächsprozess eine Struktur geben:

  • Im Heute glauben – Wo stehen wir? (2011)
  • Diakonia: Unsere Verantwortung in der freien Gesellschaft (2012)
  • Liturgia: Die Verehrung Gottes heute (2013)
  • Martyria: Den Glauben bezeugen in der Welt von heute (2014)
  • Im Heute glauben: Wo Gott ist, da ist Zukunft (2015)

 

Wichtige Dokumente

Wort der Deutschen Bischöfe - Gemeindebrief

Im Heute Glauben. Wort der Deutschen Bischöfe an die Gemeinden. 17. März 2011.
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Discussion process (English)

The German Bishops’ Conference is launching a discussion process for the coming four years which is to lend a theological profile and solidarity within the Church to the path of faith of our Church in Germany into this new Century which is starting.

Living In Faith Today. Statement by the German Bishops to the Parishes.
17 March 2011.
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Processus de dialogue (Français)

La Conférence épiscopale allemande invite au cours des quatre années à venir à un processus de dialogue qui servira à conférer au chemin de la foi de notre Église en Allemagne, à l’entrée dans ce nouveau siècle, un profil théologique et une cohésion ecclésiale.

Croire aujourd’hui. Déclaration des évêques allemands aux paroisses.
17 mars 2011. Download PDF


Dibattitto nei prossimi
(Italiano)

La conferenza episcopale tedesca invita a intraprendere un dibattitto nei prossimi quattro anni che conferisca al cammino di fede della nostra Chiesa in Germania nel millennio appena iniziato, profilo teologico e coesione ecclesiale.

Credere oggi. Messaggio dei vescovi tedeschi alle comunità.
17 marzo 2011. Download PDF

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