Gesprächsprozess

Gesprächsforum „Martyria“ in Magdeburg

12. bis 13. September 2014

Per Mausklick auf eines der Fotos öffnet sich die gesamte Bildergalerie.

„Dynamik, Selbstbewusstsein, Ehrlichkeit!“
Zum Abschluss des vierten Gesprächsforums der Deutschen Bischofskonferenz hat der Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, heute in Magdeburg die rund 300 Teilnehmer aufgerufen, mutig und ermutigt den Weg der Kirche voranzugehen. „Die Pädagogik Jesu war nicht, zu sagen, was alles nicht klappt. Jesus hat den Menschen Mut gemacht: Glaube! Der Glaube kann alles! Deshalb müssen wir an die Ressourcen appellieren, die vorhanden sind, in der Kraft des Geistes, im Miteinander, eine Mission für die Welt zu sein und so zu evangelisieren“, sagte Kardinal Marx. Er warb um Vertrauen für den weiteren Weg, den man nur gemeinsam im Glauben bewältigen könne: „Wir bleiben verbunden und gemeinsam auf dem eingeschlagenen Weg. Der Gesprächsprozess ist die Suche nach einem neuen Miteinander und das Finden der Themen, die in der Kirche offen und angstfrei angesprochen werden müssen. Am Ende des Prozesses im kommenden Jahr muss gut überlegt werden, was der Dialog gebracht hat. Wir werden uns damit in der Bischofskonferenz befassen“, so Kardinal Marx.

Pressemitteilung vom 13. September

Kardinal Marx stellt sich der Presse vor Beginn des Gesprächsforums in Magdeburg.
Kardinal Marx spricht frei im Veranstaltungsraum, im Hintgergrund sind ein Kreuz und Teilnehmerplätze zu sehen.

Zum Auftakt des dritten Gesprächsforums des von den deutschen Bischöfen initiierten Gesprächsprozesses „Im Heute glauben“ hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sich kurz vor Beginn den Medienvertretern vor Ort gestellt. Rund 300 Teilnehmer und Vertreter der 27 Bistümer sind am 12. September 2014 nach Magdeburg gekommen. Darunter sind unter anderem Vertreter der Bistümer, des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, der deutschen Ordensobernkonferenz, der kirchlichen Bewegungen und geistlichen Gemeinschaften, des Deutschen Caritasverbandes sowie der Katholisch-Theologischen Fakultäten.

Pressemitteilung vom 12. September 2013

Worum geht es?

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe ist ein geistlicher Prozess, bei dem bis zum Jahr 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen werden soll, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils besteht. Die Jahresveranstaltung 2014 ist der Verkündigung „Martyria" gewidmet.

Bei allen Gesprächsveranstaltungen stehen Überlegungen zu Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens im Fokus der Fragestellungen: Nach einer Standortbestimmung ‚Wo stehen wir?‘ zum Auftakt des Prozesses vor drei Jahren in Mannheim, haben die Teilnehmer zunächst in Hannover (2012) die Zukunftsbilder zum kirchlichen Selbstvollzug Diakonia vertieft und sich unter dem Motto ‚Die „Zivilisation der Liebe“ mit der Verantwortung in der pluralen Gesellschaft auseinandergesetzt. Im Folgejahr haben die Teilnehmer in Stuttgart (2013) im Gespräch ausgelotet, welche Formen der Liturgie den Gläubigen als Begegnung mit dem Heiligen angeboten sind.

„Ich bin eine Mission“

lautet in diesem Jahr das Thema für den gemeinsamen Austausch im Kreis von ca. 300 Gläubigen aus den Diözesen, Verbänden, Orden und geistlichen Gemeinschaften. Und auch in diesem Jahr möchten wir mit der Jahresveranstaltung Impulse für Dialoge im Bereich der Diözesen und Verbände geben. In Anlehnung an das Apostolische Schreiben unseres Heiligen Vaters, Papst Franziskus, „Evangelii gaudium – Freude am Evangelium“ , werden wir in Magdeburg im gemeinsamen Gespräch erkunden, wie wir alle die Weitergabe des Glaubens in Kirche und Welt verlebendigen können. „Ich bin eine Mission auf dieser Erde, und ihretwegen bin ich auf dieser Welt.“ (Evangelii gaudium, 273)
Wir werden uns mit der Weitergabe unseres Glaubens in unterschiedlichen Feldern, in Predigt und Katechese, in der Schule, in den Medien, in Beruf und Freizeit, in Familie und Nachbarschaft sowie in Schwellen- und Grenzsituationen, aber auch in Kunst und Kultur oder im gesellschaftlichen und politischen Diskurs befassen. Und wir wollen uns der Frage widmen, was es braucht, in unserer Gesellschaft bekennend zu handeln und zu sein.

Rechtzeitig vor der Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden eine Zusammenstellung von Leittexten, aus denen sich mögliche Anknüpfungspunkte für die eigenen Überlegungen und Gedanken zu Zeugnis und Glaubensweitergabe ableiten lassen (Evangelii nuntiandi; Catechesi tradendae; Evangelii gaudium, et. al).

 

Blick zurück und Blick nach vorn

Der Freitagvormittag erhält in Magdeburg ein neues Veranstaltungselement: Wie in einem Vorbereitungstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Partizipanden im Februar 2014 geplant, wollen wir gemeinsam auf den Prozess blicken und uns über die bisherigen Folgen der überdiözesanen Gesprächsveranstaltungen austauschen. Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, Beispiele aus ihren Diözesen, Verbänden und Institutionen, Gemeinschaften und Orden mitzubringen.

Was ist der Gesprächsprozess?

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe ist ein geistlicher Prozess, bei dem bis zum Jahr 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen werden soll, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils existiert.

Er wurde auf der Herbst-Vollversammlung 2010 in Fulda beschlossen und umfasst Veranstaltungen in den Diözesen wie auch überdiözesane Initiativen. Mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat die Bischofskonferenz zwei Projekte als Bestandteile dieses Prozesses vereinbart. In ihnen geht es einerseits um die Frage des Zueinanders der kirchlichen Ämter und Aufgaben von Priester und Laien, andererseits um das Engagement der Kirche in der Welt von heute. Die Gesamtlinie des Prozesses haben die deutschen Bischöfe während ihrer Frühjahrsvollversammlung in Paderborn in einem gemeinsamen Wort „Im Heute glauben“ veröffentlicht.

 

Grafik zum zeitlichen Ablauf des geplanten Gesprächsprozesses. Die Grafik wird vergrößert angezeigt, wenn sie angeklickt wird.

Der Gesprächsprozess ist auf fünf Jahre angelegt. Wegmarken dieses Prozesses sind unter anderem der Papstbesuch 2011 in Deutschland, der Katholikentag 2012 in Mannheim, der Nationale Eucharistische Kongress 2013 in Köln, der Katholikentag 2014 und das Jubiläum zum 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils 2015.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat außerdem in Entsprechung zu den Lebensvollzügen der Kirche (Diakonia, Liturgia, Martyria) Jahresthemen definiert, die dem Gesprächsprozess eine Struktur geben:

  • Im Heute glauben – Wo stehen wir? (2011)
  • Diakonia: Unsere Verantwortung in der freien Gesellschaft (2012)
  • Liturgia: Die Verehrung Gottes heute (2013)
  • Martyria: Den Glauben bezeugen in der Welt von heute (2014)
  • Im Heute glauben: Wo Gott ist, da ist Zukunft (2015)

 

Wichtige Dokumente

Wort der Deutschen Bischöfe - Gemeindebrief

Im Heute Glauben. Wort der Deutschen Bischöfe an die Gemeinden. 17. März 2011.
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Discussion process (English)

The German Bishops’ Conference is launching a discussion process for the coming four years which is to lend a theological profile and solidarity within the Church to the path of faith of our Church in Germany into this new Century which is starting.

Living In Faith Today. Statement by the German Bishops to the Parishes.
17 March 2011.
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Processus de dialogue (Français)

La Conférence épiscopale allemande invite au cours des quatre années à venir à un processus de dialogue qui servira à conférer au chemin de la foi de notre Église en Allemagne, à l’entrée dans ce nouveau siècle, un profil théologique et une cohésion ecclésiale.

Croire aujourd’hui. Déclaration des évêques allemands aux paroisses.
17 mars 2011. Download PDF


Dibattitto nei prossimi
(Italiano)

La conferenza episcopale tedesca invita a intraprendere un dibattitto nei prossimi quattro anni che conferisca al cammino di fede della nostra Chiesa in Germania nel millennio appena iniziato, profilo teologico e coesione ecclesiale.

Credere oggi. Messaggio dei vescovi tedeschi alle comunità.
17 marzo 2011. Download PDF

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