Das neue GOTTESLOB

GOTTESLOB offiziell eingeführt

Das neue Gebet- und Gesangbuch für die katholische Kirche in Deutschland, das GOTTESLOB, ist am 1. Dezember 2013, dem ersten Adventssonntag, offiziell eingeführt worden. Es wird nach und nach in allen Gemeinden Deutschlands, Österreichs und der Diözese Bozen-Brixen ausgeliefert und benutzt werden. Bei einem Gottesdienst im Freiburger Münster überreichten der damalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und der Vorsitzende der Unterkommission für das GOTTESLOB, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, die ersten Exemplare an die Gottesdienstgemeinde.

Einführungspredigt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
(Download pdf, ca. 30 KB)

Zur Pressemitteilung vom 01.12.2013

Gemeinsames Wort (Hirtenwort) der deutschen Bischöfe
(Download pdf, ca. 90 KB)

Start zum Beginn der Adventszeit 2013

Für viele Gläubige ist es ein selbstverständlicher Begleiter in jeder Messfeier: das Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“.

Das bisherige GOTTESLOB wird seit über 40 Jahren verwendet. Umfragen in den Pfarrgemeinden aller Diözesen haben den Wunsch nach einer inhaltlichen wie pastoralen zeitgemäßen Aktualisierung des Werkes ergeben, sodass in vielen Diözesen seit dem ersten Advent 2013 ein neues Gebets- und Gesangbuch für Gottesdienste und den privaten Gebrauch bereitsteht – herausgegeben von der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz und dem Bischof von Bozen-Brixen. An dem Gemeinschaftswerk GOTTESLOB haben sich 37 Diözesen beteiligt.

Der eigens gegründeten Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“ war es wichtig, der Religiosität und Glaubenssuche der Menschen am Anfang des 3. Jahrtausends in Form von Liedern, Texten und Gebeten gerecht zu werden. Ebenso waren die Veränderungen der letzten 50 Jahren in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Sprachkultur Antriebskräfte für die Überarbeitung des GOTTESLOB. Der Strukturwandel der pastoralen Räume macht es nötig, Ehrenamtlichen, die sich in zunehmendem Maße auf dem Gebiet von Liturgie und Gottesdienst engagieren, Hilfen für die Gestaltung von gottesdienstlichen Feiern an die Hand zu geben.

Einigung zwischen der Druckerei C.H. Beck und dem VDD

Pressemitteilung vom 22. November 2013

Das GOTTESLOB wird wie geplant zum Ersten Advent 2013 in einem Teil der Gemeinden in Deutschland eingeführt. Aus diesem Anlass überträgt das ZDF am 1. Dezember 2013 um 9.30 Uhr live einen Gottesdienst aus dem Freiburger Münster.

Der Auftrag zum Druck der rund 4 Millionen Exemplare des GOTTESLOB wurde an die Druckerei C.H. Beck in Nördlingen vergeben, die insbesondere über eine langjährige Erfahrung im Bereich Dünndruck verfügt. Bislang wurden die GOTTESLOB-Ausgaben für mehr als die Hälfte der Bistümer auf dem gewünschten Papier Thinopaque planmäßig produziert und zur Auslieferung auf den Weg gebracht. Die Schwierigkeiten, die sich durch die Verwendung einer weiteren Papiersorte für andere Diözesanausgaben ergeben haben, sind nun zwischen der Druckerei C.H. Beck, den betroffenen Diözesan Verlagen sowie dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) durch eine Vereinbarung ausgeräumt worden. 

Die Vereinbarung sieht für jene Diözesen, die von der Papierfrage betroffen sind, vor, dass alle Exemplare des GOTTESLOB auf dem ursprünglich geplanten Papier Thinopaque gedruckt werden. Für die Auslieferung werden feste, je nach Bistum unterschiedliche Termine zugesagt. Soweit die Exemplare nicht ohnehin schon zu 100 Prozent ausgeliefert werden, ist vorgesehen, dass alle Diözesan-Verlage mindestens 30 Prozent der für sie bestimmten Ausgaben spätestens vor der Karwoche 2014 erhalten. Die verbleibenden 70 Prozent sollen zeitlich gestaffelt bis spätestens Juli 2014 ausgeliefert werden. Über weitere Einzelheiten, auch in finanzieller Hinsicht, haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Insgesamt handelt es sich um 2,14 Millionen Exemplare des GOTTESLOB.

Alle Beteiligten sind dankbar und zufrieden, dass diese Lösung möglich geworden ist. Beiden Seiten ging es vor allem um eine qualitativ einwandfreie, zeitnahe Auslieferung aller GOTTESLOB-Ausgaben, die nun sichergestellt ist.

Die Auslieferung der verbleibenden Exemplare erfolgt durch die Druckerei C.H. Beck in 2014 an die betroffenen Bistümer beziehungsweise Diözesan-Verlage wie folgt:

  • Bistum Augsburg, St. Ulrich Verlag: KW 19
  • Erzbistum Bamberg, Heinrichs Verlag: KW 27
  • Bistum Bozen-Brixen, Katholisches Bibelwerk: KW 20
  • Bistum Eichstätt, Verlag Friedrich Pustet: KW 25
  • Erzbistum Freiburg, Verlag Herder: KW 23
  • Erzbistum Köln, Katholisches Bibelwerk: KW 22
  • Bistum Limburg, Lahn-Verlag: KW 28
  • Bistum Mainz, Grünewald-Verlag: KW 28
  • Erzbistum München und Freising, St. Michaelsbund: KW 22
  • Erzbistum Paderborn, Bonifatius Verlag und Katholisches Bibelwerk: KW 26
  • Bistum Regensburg, Verlag Friedrich Pustet: KW 21
  • Bistum Speyer, Pilgerverlag: KW 27
  • Bistum Trier, Paulinus Verlag: KW 27.

 

Laufende Gespräche – Einführungstermin bleibt

Auszug aus dem Pressebericht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zur Herbst-Vollversammlung 2013 in Fulda, der am 27. September 2013 veröffentlicht wurde:

„Kurz möchte ich auf die Probleme beim Druck des neuen Gotteslob eingehen. Die Druckerei hat einen Teil des Auftrags auf Papier ausgeliefert, das die vereinbarte Qualität nicht zustande kommen ließ. Mit der Druckerei führen die betroffenen Bistümer und der Verband der Diözesen Deutschlands Gespräche darüber, wann und zu welchen Konditionen die Exemplare auf dem richtigen Papier möglichst frühzeitig zur Verfügung stehen können. Ob eine einvernehmliche Lösung zustande kommt, wird sich sehr bald zeigen.

Die offizielle Einführung des Gotteslob findet weiterhin am 1. Advent 2013 statt. Ich gehe davon aus, dass alle am Gotteslob beteiligten 38 Bistümer bis Ostern 2014 beliefert sein werden, falls wir uns mit der Druckerei vergleichen können.“

Weitere Informationen zur Entwicklung und Einführung

Gemeinsame Presseerklärung der Deutschen Bischofskonferenz und der Druckerei C.H. Beck
Zur Pressemitteilung vom 08.08.2013

Von den Problemen sind folgende deutsche (Erz-)Bistümer betroffen:

  • Bamberg
  • Berlin
  • Freiburg
  • Köln
  • München und Freising
  • Paderborn
  • Augsburg
  • Eichstätt
  • Limburg
  • Mainz
  • Speyer
  • Trier
  • Regensburg

Erklärung des Pressesprechers der Deutschen Bischofkonferenz

Verzögerungen bei Produktion und Auslieferung des Gotteslob

"Im Rahmen der Herstellung des neuen GOTTESLOB ist bei einzelnen Bistumsausgaben ein Papier verwendet worden, das den Qualitätserwartungen der betroffenen Bistümer nicht entspricht. Die betroffenen Bistümer haben den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) gebeten, sie in dieser Angelegenheit zu vertreten. Der VDD bemüht sich derzeit um eine konstruktive und einvernehmliche Lösung im Dialog mit der Druckerei. Die notwendigen Gespräche sind im Interesse einer zeitnahen Lösung bereits aufgenommen worden."

Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz
Bonn, 30. Juli 2013

 

Pressegespräch bei der Frühjahrs-Vollversammlung in Trier

Die neue Ausgabe des katholischen Gebet- und Gesangbuches „Gotteslob“ war Thema in der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier.

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der als Vorsitzender der Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch der Deutschen Bischofskonferenz für die Neuausgabe des Gotteslobes zuständig ist, hat in einem Pressegespräch von der Entstehung des Werkes berichtet und erstmals Inhalte der Öffentlichkeit vorgestellt. Das neue Gotteslob haben die Deutsche und die Österreichische Bischofskonferenz zusammen mit dem Bischof von Bozen-Brixen in Auftrag gegeben.

Zur Pressemitteilung vom 20.02.2013

Von der ersten Umfrage bis zum Start des Drucks – Fragen und Antworten
Download PDF (ca. 75 KB)

 

Bischof Friedhelm Hofmann und Jürgen M. Schymura vom Verlag Katholisches Bibelwerk starten den Druck. Foto: Markus Hauck (POW)

Druckstart in Nördlingen

Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg und Vorsitzender der Unterkommission „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“, hat am 31. Januar 2013 den Andruck der ersten Auflage mit rund 3,6 Millionen Exemplaren gestartet. Der Stammteil des neuen Gotteslob umfasst rund 960 Seiten, zusätzlich wird es diözesane Eigenteile geben, die zwischen 240 und 340 Seiten umfassen.

Andruck des neuen Gotteslob in Nördlingen
Zur Pressemitteilung vom 31.01.2013


Inhaltsübersicht

Das neue GOTTESLOB soll sowohl Begleiter für das private Glaubensleben sein als auch Hilfestellung und Anregungen für Feiern in Gemeinschaft geben. Da es in den Bistümern unterschiedliche Traditionen gibt, wird auch das neue GOTTESLOB aus einem gemeinsamen Stammteil und diözesanen Eigenteilen bestehen. Eine Neuerung ist das Schlagwortverzeichnis, das Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Themen gibt.

Der Stammteil besteht aus drei Kapiteln. Für das Kapitel I „Geistliche Impulse für das tägliche Leben“ war es den Herausgebern wichtig, dem vielfachen Wunsch nach einer neuen, ästhetisch ansprechenden Darstellung nachzukommen.

Jedes Kapitel beginnt mit einer roten Seite und Inhaltsverzeichnis. © KNA

Enthalten sind Vorlagen für die Feier in Familien und in kleineren Gemeinschaften (Gebetskreise etc.), u.a. auch ein Hausgebet für Verstorbene.

Das Kapitel II - Psalmen, Gesänge und Litaneien enthält Inhalte aller Epochen und Stile, von der Gregorianik bis zum Neuen Geistlichen Lied. Auswahlkriterien für die Aufnahme in das neue Gotteslob waren die Qualität von Text und Musik, die Übereinstimmung mit dem Glauben der Kirche und die Akzeptanz durch die Gemeinden. Darüber hinaus wurde Wert darauf gelegt „eingesungene“, also bekannte Gesänge zu erhalten. Die Hälfte der enthaltenen Gesänge ist mit einem „ö“ für „ökumenisch“ gekennzeichnet; sie entsprechen dem interkonfessionellen Konsens.

Hauptbestandteil des Kapitel III - Gottesdienstliche Feiern ist die Feier der Sakramente und Sakramentalien (zum Beispiel Segnungen oder Prozessionen). Aufgeführt ist nicht nur die Feier als solche: Es werden darüber hinaus Fragestellungen zur Bedeutung und zur Vorbereitung auf den Empfang des Sakraments beantwortet. Anleitungen für die Tagzeitenliturgie sind ebenso enthalten wie ein neuer Andachtsteil mit klassischen und neuen Themen sowie Anleitungen für die Feier des Wortgottesdienstes.

 

Gestaltung

Die Diözesanausgaben haben mit Stammteil (rund 960 Seiten) und diözesanem Eigenteil einen Umfang von bis zu 1.300 Seiten. Die Standardausgabe erhält einen grauen Einband, das Seitenformat entspricht nun der früheren Großdruckausgabe: 11,2 x 17 cm. Zu Beginn der einzelnen Kapitel sind rote Seiten mit Inhaltsangaben eingefügt.

Bei der Gestaltung wurde auf qualitative Wertigkeit und eine ansprechende Ästhetik geachtet. Enthalten sind sowohl traditionelle Bildmotive als auch 20 zeitgenössische Zeichnungen der Kölner Künstlerin Monika Bartholomé. Sie sollen Meditation ermöglichen und zur Auseinandersetzung mit den Buchinhalten anregen.

In der Vorbereitung befinden sich ein Orgelbuch und ein Klavierbuch. Die musikalische Begleitung von gottesdienstlichen Feiern soll auch denen ermöglicht werden, die keine professionelle kirchenmusikalische Ausbildung besitzen.

 

Entstehungsprozess

Nachdem die Deutsche und die Österreichische Bischofskonferenz sowie der Bischof von Bozen-Brixen im Jahr 2001 die Erarbeitung des neuen Gebet- und Gesangbuchs in Auftrag gegeben hatten, wurde ein Jahr später die Unterkommission „Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“ der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz gegründet.

Das Gotteslob ist in die Jahre gekommen: Gesangbücher in einer Kirche in Frankfurt. © KNA

Ihr gehören unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann Vertreter der herausgebenden Bischöfe sowie Berater aus den Bereichen Liturgie, Kirchenmusik, Exegese, Spiritualität und Pastoral an. Mit einer Akzeptanzerhebung im Jahr 2003 hat sich die Kommission ein genaueres Bild von der Rezeption der Inhalte und den Wünschen der Pfarrgemeinden gemacht. Ab 2004 arbeiteten zehn Arbeitsgruppen u.a. an den Bereichen „Bereichen „Musik“, „Texte“ und „Gottesdienstliche Feiern“. Die Ergebnisse mündeten in eine Probepublikation, die in den Jahren 2007 und 2008 in 186 Pfarrgemeinden überprüft wurde. Nachdem die herausgebenden Bischöfe im November 2012 die Druckfreigabe erteilt hatten, begann im Januar 2013 der Druck.

 

Alle Rechte vorbehalten © 2014 Deutsche Bischofskonferenz

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz | DBK.de | pressestelle(at)dbk.de | Kaiserstrasse 161 | 53113 Bonn | Telefon: 0228 103-214 | Fax: 0228 103-254