Zum Thema: Sexueller Missbrauch

Seit Ende Januar 2010 wird durch die bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs am Canisius-Kolleg in Berlin eine öffentliche Debatte zu diesem Thema geführt.

 

Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 31.08.2010 die überarbeiteten “Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitareiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz” vorgestellt.

Zur Pressemitteilung vom 31.08.2010

 

Neufassung „Normen über die schwerwiegenden Delikte“

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zur Neufassung der „Normen über die schwerwiegenden Delikte“ (Normae de gravioribus delictis)

Zu Pressemitteilung vom 15. Juli 2010

Deutsche Übersetzung der "Veränderungen in den Normae de gravioribus delictis" (15.07.2010)

Download pdf

Abschluss des Priesterjahres

Papst Benedikt XVI. bittet inständig um Vergebung
Zum Abschluss des Priesterjahres ist Papst Benedikt XVI. auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche eingegangen und hat in einer Messe in Rom vor rund 15.000 Priestern um Vergebung gebeten. Zum Video

Auszüge aus der Predigt vom 11. Juni 2010 (Übers. aus dem Vatikan):

  • Das Priesterjahr, das wir 150 Jahre nach dem Tod des heiligen Pfarrers von Ars, dem Vorbild priesterlichen Dienens in unserer Welt, begangen haben, geht zu Ende. Vom Pfarrer von Ars haben wir uns führen lassen, um Größe und Schönheit des priesterlichen Dienstes neu zu verstehen. Der Priester ist nicht einfach ein Amtsträger, wie ihn jede Gesellschaft braucht, damit gewisse Funktionen in ihr erfüllt werden können. Er tut vielmehr etwas, das kein Mensch aus sich heraus kann: Er spricht in Christi Namen das Wort der Vergebung für unsere Sünden und ändert so von Gott her den Zustand unseres Lebens. (...) So ist Priestertum nicht einfach «Amt», sondern Sakrament: Gott bedient sich eines armseligen Menschen, um durch ihn für die Menschen da zu sein und zu handeln. (...)
  • Mit der Kirche wollten wir wieder darauf hinweisen, dass wir Gott um diese Berufung bitten müssen. Wir bitten um Arbeiter in der Ernte Gottes, und dieser Ruf an Gott ist zugleich ein Anklopfen Gottes ans Herz junger Menschen, die sich zutrauen, was Gott ihnen zutraut. Es war zu erwarten, dass dem bösen Feind dieses neue Leuchten des Priestertums nicht gefallen würde, das er lieber aussterben sehen möchte, damit letztlich Gott aus der Welt hinausgedrängt wird. So ist es geschehen, dass gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament des Priestertums die Sünden von Priestern bekanntwurden - vor allem der Missbrauch der Kleinen, in dem das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in sein Gegenteil verkehrt wird.
  • Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen; dass wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst und bei der Formung auf dem Weg dahin alles tun werden, was wir können, um die Rechtheit der Berufung zu prüfen, und dass wir die Priester mehr noch auf ihrem Weg begleiten wollen, damit der Herr sie in Bedrängnissen und Gefahren des Lebens schütze und behüte. Wenn das Priesterjahr eine Rühmung unserer eigenen menschlichen Leistung hätte sein sollen, dann wäre es durch diese Vorgänge zerstört worden.
  • Aber es ging uns gerade um das Gegenteil: Das Dankbar-Werden für die Gabe Gottes, die sich „in irdenen Gefäßen“ birgt und die immer wieder durch alle menschliche Schwachheit hindurch seine Liebe in dieser Welt praktisch werden lässt. So sehen wir das Geschehene als Auftrag zur Reinigung an, der uns in die Zukunft begleitet und der uns erst recht die große Gabe Gottes erkennen und lieben lässt. So wird sie zum Auftrag, dem Mut und der Demut Gottes mit unserem Mut und unserer Demut zu antworten. (...)
  • Heute sehen wir es, dass es keine Liebe ist, wenn ein für das priesterliche Leben unwürdiges Verhalten geduldet wird. So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern lässt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen. Zugleich freilich muss der Stock immer wieder Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können und dem Herrn nachzufolgen. (...)

Erzbischof Zollitsch

Die am 2. Juni 2010 in den Medien aufgebrachten Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, sind haltlos. Darauf haben das Erzbistum Freiburg und die Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau hingewiesen.

Zur Pressemitteilung vom 3. Juni 2010

 

Ständiger Rat

Bei einem regelmäßigen Treffen der deutschen Ortsbischöfe in Würzburg, dem so genannten Ständigen Rat, wurden die Leitlinien beraten.

Zur Pressemitteilung vom 26. April 2010

 

Erklärung

Gemeinsame Presse-Erklärung von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Zur Pressemitteilung vom 15. April 2010

 

Anzeigepflicht

Bischof Ackermann zur Frage der Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch

Zur Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 13. April 2010

 

Telefon-Hotline

Die Telefon-Hotline trifft auf große Resonanz.

Zur Pressemitteilung des Bistums Trier vom 31. März 2010

Katholische Kirche schaltet Beratungs-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs

Zur Pressemitteilung vom 30. März 2010

Hirtenbrief

Papst Benedikt XVI. hat sich in einem Hirtenbrief an die Katholiken in Irland gewandt. Den Papstbrief sowie eine Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und das Pressestatement von Bischof Dr. Stephan Ackermann, dem Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema "Sexueller Missbrauch", finden Sie in unserer Pressemeldung.

Zur Pressemitteilung vom 20. März 2010

 

Beratung

Missbrauchs-Hotline startet am 30. März
Bischof Ackermann wird über Arbeitsweise und Funktion informieren

Die von der Deutschen Bischofskonferenz nach ihrer Vollversammlung angekündigte bundesweite Hotline zur Information in Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich wird ihre Arbeit am 30. März aufnehmen. Bei der Hotline sollen Fachleute den Opfern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. März in Koblenz bekanntgegeben. Bischof Ackermann ist der Beauftragte der Bischofskonferenz für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Zur genauen Arbeitsweise und Funktion der Hotline wird sich Bischof Ackermann am 30. März in Trier vor Journalisten äußern.

 

Pressekonferenz im Vatikan

Statement von Erzbischof Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, nach seinem Gespräch mit dem Papst

Zur Pressemitteilung vom 12. März 2010

 

Rechtliches Vorgehen

Erklärung des Pressesprechers der Deutschen Bischofskonferenz zum rechtlichen Vorgehen in Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche

Zur Pressemeldung vom 9. März 2010

 

Runder Tisch zum Thema Sexueller Missbrauch

Erzbischof Zollitsch begrüßt Sonderbeauftragte der Bundesregierung für sexuellen Missbrauch
Zur Pressemitteilung vom 24. März 2010

Bischof Ackermann begrüßt Einladung zum Runden Tisch
Zur Pressemeldung vom 8. März 2010

 

Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz

Die deutschen Bischöfe haben auf ihrer Vollversammlung in Freiburg (22.-25.2.2010) intensiv über Aufklärung und Prävention von Fällen sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen beraten und eine Erklärung zu diesem Thema verabschiedet. 

Pressemitteilung vom 25. Februar 2010:

 

Erklärung der Deutschen Ordensobernkonferenz

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) hat am 26. Februar 2010 eine Erklärung aus Anlass der Vorfälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch Ordensangehörige veröffentlicht. Wir dokumentieren den Wortlaut.

Download PDF (pdf-Datei, 41 KB)

 

Bischof Ackermann wird Sonderbeauftragter

Bischof Dr. Stephan Ackermann kündigt Aufklärung und Überprüfung an

Pressemitteilung des Bistums Trier vom 25.02.2010 (PDF-Download)

 

Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz

Hinweis: Die Leitlinien werden derzeit überarbeitet. Sie können hier den Wortlaut von 2002 nachlesen.

Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche (mit Erläuterungen, 27.09.2002)

 

Interviews P. Dr. Hans Langendörfer SJ

Mehrfach hat sich seit Ende Januar 2010 auch der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, zu den Vorfällen in der Öffentlichkeit geäußert. Wir dokumentieren hier drei Interviews des Sekretärs:

 

Frankfurter Rundschau vom 6. Februar 2010 (pdf-Datei, 24 kB)

 

Spiegel online vom 6. Februar 2010 (pdf-Datei)

 

Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 5. Februar 2010
(jpg-Datei, 1281 kB)


Alle Rechte vorbehalten © 2010 Deutsche Bischofskonferenz

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz | DBK.de | pressestelle(at)dbk.de | Kaiserstrasse 161 | 53113 Bonn | Telefon: 0228 103-214 | Fax: 0228 103-254