Thema Sexueller Missbrauch
Thema Sexueller Missbrauch
Seit Ende Januar 2010 wird durch die bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs am Canisius-Kolleg in Berlin eine öffentliche Debatte zu diesem Thema geführt. Lesen Sie in diesem Dossier die Chronologie der Ereignisse.
Am 5. Mai 2013 hat sich Papst Franziskus im Anschluss an das Gebet „Regina Caeli“ an die Opfer sexuellen Missbrauchs gewandt. Wörtlich sagte er: „Einen besonderen Gruß richte ich heute, am Tag der Kinder, an jene, die Opfer von Gewalttaten sind… Das bietet mir die Gelegenheit, meine Gedanken allen jenen zuzuwenden, die unter Missbrauch gelitten haben und leiden. Ich möchte ihnen versichern, dass ich sie in meine Gebete einschließe, aber ich möchte auch eindringlich betonen, dass wir alle uns klar und mutig dafür einsetzen müssen, dass jeder Mensch, vor allem die Kinder, die zu den verwundbarsten Gruppen gehören, immer verteidigt und geschützt werden.“
Papst Franziskus hat den Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, in einer Audienz am 5. April 2013 empfangen. Anlässlich der Audienz hat der Papst insbesondere empfohlen, dass die Kongregation den von Benedikt XVI. eingeschlagenen Kurs weiter verfolgt und im Hinblick auf die Fälle von sexuellem Missbrauch entschlossen vorgeht.
Zur Bekanntmachung der Kongregation für die Glaubenslehre vom 5. April 2013
Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz ist am 21. Februar 2013 in Trier zu Ende gegangen. Seit Montag, dem 18. Februar 2013, haben die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz über vielfältige aktuelle Fragen beraten, unter anderem über die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Wir dokumentieren nachfolgend den Pressebericht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, sowie als Auszug den Punkt 5 aus dem Pressebericht "Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich".
Pressebericht vom 21. Februar 2013
Auszug Punkt 5 des Presseberichtes: Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich
Die Deutsche Bischofskonferenz und die Lebensberatung des Bistums Trier haben am 17. Januar 2013 in Trier den „Tätigkeitsbericht zum Abschluss der Telefonhotline der Deutschen Bischofskonferenz für Betroffene sexuellen Missbrauchs“ vorgestellt.
Zur Pressemitteilung vom 17.01.2013
Zum Projekt einer kriminologischen Erforschung sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz, das zwischen dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. (KFN) verabredet wurde, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich eine Erklärung abgegeben.
Zur Pressemitteilung vom 09.01.2013
Zum Jahresende 2012 hat die Telefonhotline der Deutschen Bischofskonferenz ihre Arbeit beendet. Bereits am 2. April 2012 hatte die Bischofskonferenz angekündigt, die Hotline aufgrund kaum noch eingehender Anrufe auslaufen zu lassen. Tatsächlich sind in den vergangenen Monaten so gut wie keine Anrufe mehr bei der Hotline eingegangen. Damit endet ein Projekt, das seinesgleichen bisher europaweit sucht. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte als eine der ersten Aufarbeitungsmaßnahmen nach Bekanntwerden von Fällen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich die Hotline 2010 geschaltet. Sie verstand sich als Ersthilfe und Anlaufstelle. Die Ergebnisse der Hotline werden am 17. Januar 2013 auf einer Pressekonferenz in Trier vorgestellt.
Wer weiter telefonische Hilfe oder Auskünfte benötigt, kann sich an die Missbrauchsbeauftragen wenden, die es in jedem Bistum gibt. Ebenso stehen als Ansprechpartner die Präventionsbeauftragten der Bistümer zur Verfügung.
Telefonnummern und Ansprechpartner finden Sie auf dieser Seite rechts im Kasten Beauftragte sowie unter www.praevention-kirche.de
Die Deutsche Bischofskonferenz und das Institut für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen haben am 7. Dezember 2012 in Trier die Ergebnisse der Studie „Sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland – Eine Analyse forensischer Gutachten 2000-2010“ vorgestellt.
Bereits im Jahr 2002 gab die Deutsche Bischofskonferenz für alle Diözesen verbindliche Leitlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche heraus und beauftragte seitdem auch kontinuierlich forensisch-psychiatrische Gutachten. Die Institute für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Professor Dr. med. Norbert Leygraf, der Charité-Universitätsmedizin Berlin mit dem Leiter Professor Dr. med. Hans Ludwig Kröber und der Sektion Forensische Psychotherapie der Universität Ulm unter Leitung von Professor Dr. med. Friedemann Pfäfflin erstellten den Großteil dieser Gutachten. Unter Mitarbeit von Dr. Andrej König von der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften, Methodenlehre und Forensische Psychologie, begann im April 2011 die Erarbeitung der Studie zu sexuellen Übergriffen in der katholischen Kirche in Deutschland, in der Gutachten im Zeitraum 2000 bis 2010 ausgewertet wurden, und deren Ergebnisse jetzt vorliegen.
Studie:
Sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland: Eine Analyse forensischer Gutachten 2000 - 2010. Abschlussbericht 2012. Hrsg.: Norbert Leygraf, Andrej König, Hans-Ludwig Kröber, Friedemann Pfafflin.
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Mehr Informationen sowie Statements und Ergebnisse aus der Pressekonferenz
Zur Pressemitteilung vom 07.12.2012
Deutsche Bischofskonferenz organisiert Fortbildungstagung für kirchliche Mitarbeiter
Mit einer weiteren Fortbildungstagung hat die Deutsche Bischofskonferenz ihre Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich fortgesetzt. Im Katholisch-Sozialen Institut in Bad Honnef trafen sich am 16. November 2012 dazu mehr als 100 Teilnehmer zum Thema „Opfergerechter Umgang mit Tätern“. Zielgruppe der Veranstaltung waren Generalvikare, Personalverantwortliche sowie Missbrauchs- und Präventionsbeauftragte im kirchlichen Bereich.
Nach einer Einführung in das Thema durch Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich, gaben die Referenten Msgr. Edward J. Arsenault (Präsident des Saint Luke Institute Silver Spring in Washington/USA), Prof. Dr. Norbert Leygraf (Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen), Monika Egli-Alge (Forensisches Institut Ostschweiz in Frauenfeld/Schweiz) und Diplom Psychologe Dr. Ulrich Kobbé (Institut für subjektpsychologische Wissenschaften, interdisziplinäre Forschung & institutionelle Therapie iwifo in Lippstadt) den Teilnehmern einen Überblick zu aktuellen Fragestellungen und Erkenntnissen im opfergerechten Umgang mit Tätern.
Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung.
Zur Pressemitteilung vom 16.11.2012
Katholische Kirche unterstützt Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung
Die katholische Kirche in Deutschland und die Bundesregierung haben in einer Vereinbarung ihre Zusammenarbeit gegen sexuellen Kindesmissbrauch bekräftigt. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, Bischof Dr. Stephan Ackermann, und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, unterzeichneten dazu in Berlin am 18. Juni 2012 eine „Gemeinsame Vereinbarung“ zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“.
Die katholische Kirche hat bereits verschiedenste Maßnahmen ergriffen, um Mädchen und Jungen, junge Frauen und Männer vor sexuellen Übergriffen in ihrem Bereich weitestmöglich zu schützen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat durch ihre „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom 23. August 2010 und die „Rahmenordnung zur Prävention von sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom 23. September 2010 die Grundlagen zu einem wirkungsvollen Schutz geschaffen. Diese Maßnahmen sind geeignet, die Empfehlungen des Runden Tischs umfassend und zügig zur Geltung zu bringen und den Schutz von Minderjährigen vor sexualisierter Gewalt im kirchlichen Bereich zu verbessern. Gleichzeitig gewährleisten diese Grundlagen, dass junge Menschen, die in der Familie und in anderen Bereichen sexuell missbraucht wurden, in Diözesen, kirchlichen Institutionen und Verbänden kompetente Ansprechpartner finden.
Gemeinsame Vereinbarung herunterladen (pdf-Datei, ca. 150 KB)
Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, am 2. April 2012:
„Nachdem 2010 die Hotline für Opfer und Angehörige sexuellen Missbrauchs eingerichtet wurde, war diese zunächst auf zwei Jahre, das heißt bis April 2012 befristet. Es gibt längst nicht mehr so viele Anrufe wie vor zwei Jahren. Dennoch kommen noch Anrufe. Wir wollen diesen Menschen eine Chance zum schnellen und unbürokratischen Gespräch bieten. Deshalb wird die Hotline bis zum Jahresende verlängert. Sie gehört für uns zu einem umfassenden Maßnahmenpaket, um den Opfern sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich zu helfen.“
Bis Ende April sind die Telefone besetzt: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15:00 bis 19:00 Uhr. Ab Mai wird die telefonische Anlaufstelle mittwochs von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr erreichbar sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Internetberatung.
Mehr Informationen unter www.hilfe-missbrauch.de
Missbrauchs-Debatte: Bischöfe verteidigen eigene Vorschriften
In der aktuellen Debatte um ihre Missbrauchs-Leitlinien verteidigt die Deutsche Bischofkonferenz ihre Position. Eine Verschärfung der Null-Toleranz-Politik im Sinne eines ausnahmslosen Beschäftigungsverbots für sexualstraffällig gewordene Priester stehe nicht zur Diskussion, sagte Bischofskonferenz-Sprecher Matthias Kopp. Zugleich stellte er sich am Dienstag in einem Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn hinter den Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte dem Trierer Bischof am Wochenende Versäumnisse im Kampf gegen Missbrauch vorgeworfen.
KNA-Interview vom 20.03.2012 im Wortlaut
Download pdf
Vom 6. bis 9. Februar 2012 findet in Rom eine internationale Konferenz zum Thema sexueller Missbrauch statt. Bischöfe und Delegierte von 110 nationalen Bischofskonferenzen sowie 30 Ordensobere nehmen an diesem Treffen teil, darunter Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, und Reinhard Kardinal Marx, der Erzbischof von München und Freising. Das Treffen wurde von der Päpstlichen Universität Gregoriana organisert und steht unter dem Leitwort "Auf dem Weg zur Heilung und Erneuerung".
Bischof Ackermann: „Wir müssen den Opfern weiter zuhören“
Zur Pressemitteilung vom 08.02.2011
Reinhard Kardinal Marx: „Sichtbar machen, dass Kirche für die Kleinen und Schwachen da ist“
Zur aktuellen Meldung vom 09.02.2012
Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat im Januar 2012 eine Arbeitshilfe veröffentlicht, die die bisherige Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz zusammenfasst.
Titel: Aufklärung und Vorbeugung. Dokumente zum Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz. Bonn, 2012 (Arbeitshilfen, Nr. 246)
In der Rubrik "Veröffentlichungen" können Sie diese Arbeitshilfe bestellen oder als pdf-Datei herunterladen.
Zum Abschluss des Runden Tischs am 30. November 2011 hat Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, sich positiv geäußert:
„Zunächst ist es einfach gut, dass es den Runden Tisch gegeben hat. Hierdurch wurde ein deutliches Signal gesetzt, dass das Thema "Sexueller Missbrauch" ein Thema ist, das uns alle angeht, die ganze Gesellschaft, viele Institutionen - darunter natürlich auch die katholische Kirche - aber auch die Familien. Die Zusammenarbeit am Runden Tisch habe ich als konstruktiv erlebt.“ (...)
Zum ganzen Statement von Bischof Dr. Stephan Ackermann vom 30.11.2011
Mit einer Fortbildungsveranstaltung für ihre Mitarbeiter verstärkt die katholische Kirche weiter ihre Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.
Zur aktuellen Meldung vom 7. Oktober 2011
Am Abend des 23. September 2011 hat sich Papst Benedikt XVI. in den Räumen des Erfurter Priesterseminars mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen. Anschließend begrüßte er einige Personen, die sich um die Leidtragenden derartiger Verbrechen kümmern.
Zur Presseerklärung des Heiligen Stuhls vom 23.09.2011
Papst Benedikt XVI. hat sich mehrfach auf Apostolischen Reisen mit Opfern sexuellen Missbrauchs im Umfeld der katholischen Kirche getroffen. In der nachfolgenden Presseinformation finden Sie Pressestatements von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Bischof Dr. Stephan Ackermann sowie Erläuterungen zu den von der Deutschen Bischofskonferenz ergriffenen Maßnahmen.
Die katholische Kirche in Deutschland wird ihre Hotline für Missbrauchsopfer länger offenhalten als ursprünglich geplant. Die Nummer solle nicht im September abgeschaltet werden, sondern bis April 2012 weiterbestehen, so die Deutsche Bischofskonferenz am Montag, 15.08.2011. Damit solle das Gesprächsangebot zwischen Kirche und Opfern weiter offengehalten werden.
Die bundesweite kostenfreie Telefon-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs war Ende März 2010 eingerichtet worden. Sie wird von der Lebensberatung im Bistum Trier im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz betrieben und ist besetzt mit Psychologen und Sozialarbeitern. Bislang gab es 6.702 Gespräche und 32.224 Anrufversuche. Die meisten Betroffenen schilderten Vorfälle aus den Jahren von 1950 bis 1980. Zuletzt hat die Zahl der Anrufe stark abgenommen, in der vergangenen Woche auf über 50. Anfangs hatte es mehr als 400 Anrufe pro Woche gegeben. Das Interesse der Anrufer richtete sich zuletzt vor allem auf Therapieangebote, Beratung und die Frage der Entschädigung. (DBK, kna)
Gemeinsame Erklärung des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, und des Direktors des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) e. V., Prof. Dr. Christian Pfeiffer
Zur Pressemitteilung vom 05.08.2011
Die Deutsche Bischofskonferenz wird mit zwei wissenschaftlichen Forschungsprojekten die Fälle sexuellen Missbrauchs aufarbeiten. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), stellte dazu heute die beiden Projekte in Bonn vor. Bischof Ackermann unterstrich bei der Vorstellung der Forschungsvorhaben, dass es den Bischöfen nicht darum gehe, bei dem stehen zu bleiben, was man an Meldungen von Menschen erfahren habe, die zu Opfern geworden seien.
Das erste Forschungsprojekt „Der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ wird unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Pfeiffer durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. durchgeführt. Pfeiffer nannte fünf Ziele für das Projekt: So gehe es um belastbare Zahlen, die Aufarbeitung des Geschehens aus Sicht der Opfer, eine Analyse des Handelns der Täter, eine Untersuchung des Verhaltens der katholischen Kirche gegenüber Tätern und Opfern sowie um die Überprüfung des bestehenden Präventionskonzepts.
Das zweite Forschungsprojekt liegt in der Verantwortung von Prof. Dr. med. Norbert Leygraf, Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Universität Essen-Duisburg in Kooperation mit Prof. Dr. med. Hans-Ludwig Kröber (Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Prof. Dr. med. Friedemann Pfäfflin (Universitätsklinikum Ulm). Das Projekt „Sexuelle Übergriffe durch Geistliche in der katholischen Kirche Deutschlands – Analyse psychiatrisch-psychologischer Gutachten“ soll mit einer qualitativen und quantitativen Gutachtenanalyse ein umfassendes Bild über Täterpersönlichkeiten ermöglichen.
Zur Pressemitteilung vom 13.07.2011
Missbrauchs- und Präventionsbeauftragte der Diözesen und Orden haben sich am 7. Juli 2011 bei einer Tagung an der Ruhr-Universität Bochum über die amerikanischen Erfahrungen zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch in kirchlichen Institutionen informiert. Ziel der Veranstaltung „Prävention und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch – Aus 20jähriger amerikanischer Erfahrung lernen“ war es, die Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch in kirchlichen Institutionen zu optimieren. Beraten wurden im Austausch mit amerikanischen Experten etwa Hilfen für die Opfer, Begleitung von Gemeinden und Institutionen und Umgang mit den Tätern.
Zur Pressemitteilung vom 07.07.2011
Erarbeitung von Leitlinien bei Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger
Zur Pressemitteilung vom 16.05.2011
Das Rundschreiben im Wortlaut auf vatican.va
Nach dem schwierigen vergangenen Jahr für die katholische Kirche in Deutschland setzen die deutschen Bischöfe zum Auftakt ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Paderborn am 14. März 2011 ein sichtbares Zeichen. In einem Bußakt bitten sie gemeinsam um Vergebung und tragen ihre Bitte um einen guten Weg in die Zukunft vor Gott. Der Bußakt erinnert in besonderer Weise an jene Menschen, denen durch sexuellen Missbrauch schweres Leid zugefügt wurde.
Sexueller Missbrauch Minderjähriger: Bischofskonferenz und Ordensobernkonferenz haben die materiellen Leistungen der katholischen Kirche in Anerkennung des Leids geregelt.
Zur Pressemitteilung vom 02.03.2011
Wichtiger Hinweis für Betroffene zum Antragsformular:
Wenn Sie den Antrag ausfüllen, kann das eventuell seelische Probleme auslösen, weil plötzlich die Erinnerungen mit all dem Leid wieder spürbar werden (die Fachleute sprechen von „Dekompensationen“). Wir empfehlen deshalb dringend, den Antrag im Beisein des Missbrauchsbeauftragten, einer vertrauten Person oder eines Therapeuten auszufüllen.
Die notwendigen Unterlagen finden Sie in der rechten Spalte im Kasten Materielle Leistungen
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Handreichung zur „Prävention von sexualisierter Gewalt in der Jugendpastoral“
Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Handreichung zur „Prävention von sexualisierter Gewalt im Bereich Jugendpastoral“ veröffentlicht. Sie soll die „Rahmenordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ ergänzen, die von der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 23. September 2010 verabschiedet wurde.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Handreichung zur Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen veröffentlicht. Als größter freier Träger von Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen setzt die katholische Kirche damit neue Maßstäbe für eine systematische Präventionsarbeit in Bildungsinstitutionen.
Mit der neuen Handreichung, die Teil eines Maßnahmenpakets der Deutschen Bischofskonferenz zur Unterstützung der Träger katholischer Bildungseinrichtungen ist, stellt die Deutsche Bischofskonferenz den jeweiligen Trägern und Verantwortlichen eine Grundlage für die Entwicklung passgenauer Konzepte auf der Ebene der Einrichtung zur Verfügung.
Zudem konkretisiert die Handreichung die „Rahmenordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“, die am 23. September 2010 von der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz verabschiedet wurde.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen Zwischenbericht ihrer Hotline für Opfer sexueller Gewalt vorgelegt. Danach wurden von März bis Mitte Oktober diesen Jahres 3.431 Gespräche am Telefon geführt und 213 Internet-Beratungen in Anspruch genommen. 22.845 Menschen informierten sich über das Angebot unter www.hilfe-missbrauch.de.
Zur Pressemitteilung vom 24. November 2010
Mit dem Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz zur Durchführung der Hotline an die LEBENSBERATUNG im Bistum Trier, wurde der Auftrag verbunden, die Erkenntnisse der Hotline fachlich aufzubereiten und für die Arbeit an der Frage der künftigen Präventionsprogramme zur Verfügung zu stellen. Demnach sollten Leitfragen der Auswertung sein:
Mit dem vorgelegten Zwischenbericht ist nun nach etwa der Hälfte der Laufzeit der Hotline eine erste Auswertung dieser Art erstellt worden.
Hier können Sie den Zwischenbericht (insgesamt 4 Teile) herunterladen:
Materielle Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde - Bischofskonferenz und Orden stellen dem Runden Tisch ein Modell vor.
Zur Pressemitteilung vom 30. September 2010
Die Deutsche Bischofskonferenz hat während ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda ausführlich über das Thema "Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" beraten und ein Maßnahmenpaket beschlossen.
Zur Pressemitteilung vom 23. September 2010
Rahmenordnung - Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz
Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 31.08.2010 die überarbeiteten “Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz” vorgestellt.
Zur Pressemitteilung vom 31. August 2010
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zur Neufassung der „Normen über die schwerwiegenden Delikte“ (Normae de gravioribus delictis)
Zu Pressemitteilung vom 15. Juli 2010
Deutsche Übersetzung der "Veränderungen in den Normae de gravioribus delictis" (15.07.2010)
Papst Benedikt XVI. bittet inständig um Vergebung
Zum Abschluss des Priesterjahres ist Papst Benedikt XVI. auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche eingegangen und hat in einer Messe in Rom vor rund 15.000 Priestern um Vergebung gebeten. Zum Video
Auszüge aus der Predigt vom 11. Juni 2010 (Übers. aus dem Vatikan):
Die am 2. Juni 2010 in den Medien aufgebrachten Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, sind haltlos. Darauf haben das Erzbistum Freiburg und die Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau hingewiesen.
Zur Pressemitteilung vom 3. Juni 2010
Bei einem regelmäßigen Treffen der deutschen Ortsbischöfe in Würzburg, dem so genannten Ständigen Rat, wurden die Leitlinien beraten.
Zur Pressemitteilung vom 26. April 2010
Gemeinsame Presse-Erklärung von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Zur Pressemitteilung vom 15. April 2010
Bischof Ackermann zur Frage der Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch
Zur Pressemitteilung vom 13.04.2010
Die Telefon-Hotline trifft auf große Resonanz.
Zur Pressemitteilung des Bistums Trier vom 31.03.2010
Katholische Kirche schaltet Beratungs-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs
Papst Benedikt XVI. hat sich in einem Hirtenbrief an die Katholiken in Irland gewandt. Den Papstbrief sowie eine Erklärung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und das Pressestatement von Bischof Dr. Stephan Ackermann, dem Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema "Sexueller Missbrauch", finden Sie in unserer Pressemeldung.
Zur Pressemitteilung vom 20.03.2010
Missbrauchs-Hotline startet am 30. März - Bischof Ackermann wird über Arbeitsweise und Funktion informieren
Die von der Deutschen Bischofskonferenz nach ihrer Vollversammlung angekündigte bundesweite Hotline zur Information in Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich wird ihre Arbeit am 30. März aufnehmen. Bei der Hotline sollen Fachleute den Opfern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. März in Koblenz bekanntgegeben. Bischof Ackermann ist der Beauftragte der Bischofskonferenz für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Zur genauen Arbeitsweise und Funktion der Hotline wird sich Bischof Ackermann am 30. März in Trier vor Journalisten äußern.
Statement von Erzbischof Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, nach seinem Gespräch mit dem Papst
Zur Pressemitteilung vom 12.03.2010
Erklärung des Pressesprechers der Deutschen Bischofskonferenz zum rechtlichen Vorgehen in Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche
Zur Pressemeldung vom 09.03.2010
Erzbischof Zollitsch begrüßt Sonderbeauftragte der Bundesregierung für sexuellen Missbrauch
Zur Pressemitteilung vom 24.03.2010
Bischof Ackermann begrüßt Einladung zum Runden Tisch
Zur Pressemeldung vom 8. März 2010
Die deutschen Bischöfe haben auf ihrer Vollversammlung in Freiburg (22.-25.2.2010) intensiv über Aufklärung und Prävention von Fällen sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen beraten und eine Erklärung zu diesem Thema verabschiedet.
Pressemitteilung vom 25. Februar 2010:
Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) hat am 26. Februar 2010 eine Erklärung aus Anlass der Vorfälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch Ordensangehörige veröffentlicht. Wir dokumentieren den Wortlaut.
Download PDF (pdf-Datei, 41 KB)
Bischof Dr. Stephan Ackermann kündigt Aufklärung und Überprüfung an
Pressemitteilung des Bistums Trier vom 25.02.2010 (PDF-Download)
Hinweis: Die Leitlinien werden derzeit überarbeitet. Sie können hier den Wortlaut von 2002 nachlesen.
Mehrfach hat sich seit Ende Januar 2010 auch der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, zu den Vorfällen in der Öffentlichkeit geäußert. Wir dokumentieren hier drei Interviews des Sekretärs:
Frankfurter Rundschau vom 6. Februar 2010 (pdf-Datei, 24 kB)
Spiegel online vom 6. Februar 2010 (pdf-Datei)
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 5. Februar 2010
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