Katholisches Büro in Berlin

Das Kommissariat der deutschen Bischöfe - Katholisches Büro in Berlin - wird im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz in politischen Fragen tätig gegenüber den Organen des Bundes, den gemeinsamen Einrichtungen der Bundesländer, den Landesvertretungen beim Bund, den Parteien und den auf Bundesebene vertretenen gesellschaftlichen Kräften sowie im Zusammenhang damit auch gegenüber internationalen Stellen. Es ist eine Dienststelle der Deutschen Bischofskonferenz und des Verbandes der Diözesen Deutschlands.

Dem Kommissariat obliegen insbesondere die Beobachtung der Entwicklung des politischen und gesellschaftlichen Bereichs und der Gesetzgebungsvorhaben des Bundes, die sachkundige Begleitung der Vorbereitung von Gesetzen und politischen Entscheidungen einschließlich der Abgabe von Stellungnahmen sowie die Durchführung von Beschlüssen der Organe der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Kommissariat arbeitet in enger Verbindung u. a. mit den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz, der Bistümer, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie mit dem Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die zurzeit etwa 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommissariats sind - neben der Leitung der Dienststelle und dem Bereich Innere Verwaltung - in sechs Sachgebieten tätig:
 

  • Grundsatzfragen, Staatskirchenrecht, Innen- und Gesellschaftspolitik, Sozialpolitik,
  • Fragen der Rechtspolitik, Bund-/Länderangelegenheiten,
  • Familienpolitik, Seniorenpolitik, Frauenpolitik, Jugendpolitik,
  • Wirtschafts- und Finanzpolitik / Entwicklungspolitik / Wehrpflichtrecht und Zivildienst,
  • Rechtsethische Fragen, humanitäre Angelegenheiten, Ausländerfragen,
  • Europafragen.

Das Kommissariat der deutschen Bischöfe ist 1950 mit Sitz in Bonn gegründet worden. Sein erster Leiter war der Kölner Domkapitular Prälat Wilhelm Böhler, der bereits 1948/49 als Bevollmächtigter der deutschen Bischöfe die kirchlichen Anliegen bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes vertreten und seit 1949 als Beauftragter des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz bei der Bundesregierung in Bonn gewirkt hatte. Nachfolger Böhlers wurde 1958 Prälat Wilhelm Wissing aus dem Bistum Münster. Ihm folgten der Weihbischof und spätere Bischof von Münster Heinrich Tenhumberg, der Prälat und spätere Weihbischof Wilhelm Wöste, ebenfalls Bistum Münster, sowie - von 1977 bis 2000 - der Würzburger Prälat Paul Bocklet. Seit 2000 leitet Prälat Karl Jüsten aus dem Erzbistum Köln das Kommissariat. In dem selben Jahr wurde die Dienststelle nach Berlin verlegt und von "Kommissariat der deutschen Bischöfe - Katholisches Büro Bonn -" in "Kommissariat der deutschen Bischöfe - Katholisches Büro in Berlin -" umbenannt.

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