| Pressemeldung | Nr. 082

Grußbotschaft zum muslimischen Fastenmonat Ramadan 2018

„Es darf keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert wird“

Zum diesjährigen Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, heute (15. Mai 2018) in einer Grußbotschaft an die Muslime in Deutschland Segenswünsche übermittelt. In seiner Botschaft schreibt Kardinal Marx: „Möge der barmherzige Gott Sie durch die Fastenzeit begleiten und Ihre Gebete erhören!“

Der fastende Mensch stelle sich mit Ernsthaftigkeit und Demut vor Gott. Durch bewussten Verzicht suche er sich aus dem Alltag zu lösen und mache sich bereit, den Willen Gottes zu hören, schreibt Kardinal Marx. In einer schnelllebigen Zeit gebe die Fastenzeit Gelegenheit,  die Sinne zu schärfen und achtsamer zu sein. „Durch die modernen Medien und die sozialen Netzwerke stehen wir heute mit vielen Teilen der Erde in Verbindung. … Für die Angehörigen der weltweit tätigen und vernetzten Religionsgemeinschaften wird damit der globale Raum zum Feld unserer Verantwortung“, so Kardinal Marx.

Ausdrücklich betont der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass es keinen Ort geben dürfe, an dem die menschliche Würde nicht respektiert werde: „Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehört. Denn es sind zwar nicht alle Religionen gleich, aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, hat Er die gleiche Würde zuerkannt.“ Daher sei es die Aufgabe der Gläubigen sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren. Das ist der Weg des Friedens, nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen.“


Hinweis:

Die Grußbotschaft zum Ramadan von Kardinal Marx ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.