Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen

 3_Wallfahrt-Oberloestern_Foto-Ulrike-Peters.JPG © Ulrike Peters
Marienaltar bei der Sinti-Wallfahrt in Oberlöstern (Saarland). Die Wallfahrt geht auf Marienvisionen und Krankenheilungen zurück und wird seit 1996 jährlich von der Sintiza Maria Hoffmann (r.) organisiert.

Die Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz mit einer eigenen Dienststelle in Bonn war seit 1965 deutschlandweit für die Organisation der Seelsorge der Roma, Sinti und verwandten Gruppen und der sich daraus ergebenden Aufgaben zuständig. Seit Ende März 2026 ist die Dienststelle nun nach fast 60 Jahren geschlossen. 

Initiiert wurde die Gründung der Dienststelle 1965 durch das Treffen von Papst Paul VI. mit Roma während einer Roma-Wallfahrt im gleichen Jahr und sein Apell einer besonderen Fürsorge für die Roma. 1955 fand die erste Sinti-Wallfahrt in Deutschland in Illingen statt, die von der Dienststelle bzw. dem ersten Nationalseelsorger Arnold Fortuin begleitet wurde.

Zentrale Tätigkeit der Katholischen Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen war die Seelsorge, vor allem die Begleitung von Wallfahrten sowie Taufen, Erstkommunion und Beerdigungen war. Eine weitere Aufgabe war aber stets ebenso die Wissensvermittlung und Aufklärung über Kultur, Geschichte sowie vor allem über die Verfolgung in nationalsozialistischer Zeit und Antiziganismus mit Vorträgen und einer Ausstellung, um so Diskriminierung und Vorurteilen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Diese Aufgabe soll weitergeführt werden. Denn Nationalseelsorger Pfr. Jan Opiéla steht gerne weiterhin für Vorträge und mit der Ausstellung der Dienststelle im Schul- und Erwachsenenbildungsbereich zur Verfügung. 

Nähere Infos (Ausstellungsbegleiter, Ausstellungstafeln sowie zu der Dienststelle) siehe nachfolgende Links und Downloaddateien:

Roma und Sinti: Ausstellung

„Im Grunde sind wir Roma“ („Sem Roma sam“), mit dieser Redensart weisen die Roma selbst auf die Vielfalt ihrer Gruppen bzw. Untergruppen und die entsprechende Vielfalt ihrer Namen hin. „Roma“ fasst als Oberbegriff eine Vielzahl von Untergruppen zusammen. Während außerhalb des deutschen Sprachraumes „Roma“ als Bezeichnung für die gesamte ethnische Gruppe verwendet wird, unterscheidet man in  Deutschland zwischen den hier schon seit 600 Jahren ansässigen Sinti einerseits und den Roma in bzw. aus Ost- und Südeuropa andererseits. Dabei sind die Sinti – ethnologisch gesehen – eine Untergruppe der Roma. Allerdings wollen sich diese in der Regel nicht als Roma bezeichnen lassen, um so eine als ganz eigen empfundene kulturelle Entwicklung deutlich zu machen. Aber vor allem, dass Sinti die Sprache Romanes sprechen, weist auf ihre Verwandtschaft mit den Roma hin. Sinti gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Frankreich und Italien. (...)

Kontakt:

Nationaldirektor:
Pfarrer Jan Opiéla
Mobil: 0170/3844311 oder 01520/1642222
E-Mail: jan.opiela(at)dbkweb.dbkde

Eindrücke

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    Geschichte, Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Katholischen Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen im Auftrag der Bischofskonferenz
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