Welttag des Friedens

Der Welttag des Friedens wurde vor mehr als 50 Jahren, nur wenige Jahre nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils, von Papst Paul VI. eingeführt. Die katholische Kirche stellt seitdem den ersten Tag eines jeden Jahres – und damit programmatisch das ganze neue Jahr – unter die Perspektive des Friedens.

Ein Schild an der Mauer, auf dem Friedensstraße steht, davor ein Straßenschild mit der Aufschrift Einbahnstraße Bernhard_Riedl_1-bilder-erzbistum-koeln.de.JPG © Erzbistum Köln

Am 1. Januar 2026 begeht die katholische Weltkirche den 59. Welttag des Friedens. Papst Leo XIV. hat ihn unter das Motto „Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem ‚unbewaffneten und entwaffnenden‘ Frieden“ gestellt.

Die ersten Worte des neu gewählter Papstes an die auf dem Petersplatz versammelte Menschenmenge lauteten „Der Friede sei mit euch allen“. Dieser Gruß des auferstandenen Christus sei „eine Einladung an alle – Gläubige, Nichtgläubige, politische Führer und Bürger –, das Reich Gottes aufzubauen und gemeinsam an einer humanen und friedlichen Zukunft zu arbeiten“, erklärte der Vatikan bei der Bekanntgabe des Titels der Botschaft.

Papstbotschaft zum Welttag des Friedens 2026

Jedes Jahr veröffentlicht der Papst eine Botschaft zum Welttag des Friedens: 

Botschaft von Papst Leo XIV. (veröffentlicht am 18. Dezember 2025)
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Ein Auszug aus seiner Botschaft:

„Der Friede sei mit dir!“ Dieser sehr alte Gruß, der auch heute noch in vielen Kulturen alltäglich ist, wurde am Abend des Ostertages durch den auferstandenen Jesus mit neuer Kraft erfüllt. (…) Bereits am Abend meiner Wahl zum Bischof von Rom war es mir ein Anliegen, meinen Gruß in dieses gemeinsame Bekenntnis einfließen zu lassen. Und ich möchte es noch einmal betonen: Dies ist der Friede des auferstandenen Christus, ein unbewaffneter und entwaffnender Friede, demütig und beständig. Er kommt von Gott, dem Gott, der uns alle bedingungslos liebt. 

Geschichte des Welttages

Anlässlich des 50. Welttags des Friedens 2017 hatte der langjährige Chefredakteur der Herderkorrespondenz, Dr. Ulrich Ruh, einen Beitrag verfasst, der die Geschichte und Wirkung des Welttags beleuchtet. Dieser Text ist in der damals von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Arbeitshilfe zum Welttag erschienen. Wir dokumentieren den Text.
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