Länderthema

Mit der 2003 gegründeten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, wollen die deutschen Bischöfe in den Kirchengemeinden, aber auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit verstärkt auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in verschiedenen Teilen der Welt aufmerksam machen.

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© Cristian Gennari/Agenzia Romano Siciliani/KNA
Menschen aus Vietnam tragen eine Marienfigur in einer Prozession zu Beginn einer Marienandacht auf dem Petersplatz im Vatikan. © Cristian Gennari/Agenzia Romano Siciliani/KNA

2021: Vietnam

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 1. Dezember 2021 eine Arbeitshilfe zur Situation der Christen in Vietnam vorgestellt. Die Veröffentlichung ist Teil der jährlichen Initiative Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit, in deren Mittelpunkt ein bundesweiter Gebetstag am 26. Dezember steht. Die Arbeitshilfe Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit – Vietnam gibt einen Überblick über die Situation der Christen in dem südostasiatischen Küstenstaat. Die Arbeitshilfe erläutert aktuelle Konfliktlinien innerhalb der Gesellschaft, analysiert die Hintergründe und lässt Mitglieder der Ortskirche zu Wort kommen.

Weitere Informationen: Pressemitteilung 1. Dezember 2021

Informationsbroschüre

Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit: Vietnam. Eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz. Arbeitshilfen Nr. 328 (Bonn 2021)
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Das ehemals unter französischer Kolonialherrschaft stehende Vietnam mit ca. 95,5 Millionen Einwohnern ist ein südostasiatischer Küstenstaat, der an China, Laos, Kambodscha, den Golf von Thailand und das Südchinesische Meer angrenzt. Nach aktuellen Zahlen bekennen sich derzeit ca. 14,9 Prozent der Vietnamesen zum buddhistischen Glauben, ca. sieben Prozent zum katholischen Glauben und ca. ein Prozent zum protestantischen Glauben. Je nach Schätzung gehören ca. zwei Prozent der Vietnamesen diversen synkretistischen Religionen an.

Nach dem Vietnamkrieg (1955–1975) wurden der Norden und der Süden des Landes unter kommunistischer Führung wiedervereinigt. Seit 1986 wurden in Vietnam marktwirtschaftliche Reformen eingeführt, die zu einer stückweisen politischen Liberalisierung des Landes beitrugen. Das politische System Vietnams ist allerdings weiterhin vom alleinigen Machtanspruch der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) geprägt, der in der Verfassung für Staat und Gesellschaft verankert ist. In der vietnamesischen Verfassung sind zwar Grundrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Religions- und Glaubensfreiheit festgeschrieben. Diese Grundrechte sind jedoch durch staatliche Restriktionen und Sonderbefugnisse der Behörden deutlich eingeschränkt. Neben zivilgesellschaftlichen Organisationen, Journalisten oder ethnischen Minderheiten sind auch Religionsgemeinschaften in Vietnam immer wieder behördlichen Schikanen und anderen staatlichen Übergriffen ausgesetzt.

Während Glaubensgemeinschaften in Städten wie Ho-Chi-Minh-Stadt oder Hanoi weniger unter staatlichen Repressionen zu leiden haben, erfahren sie insbesondere in entlegeneren Gegenden im Süden und Norden Vietnams Diskriminierung durch die ansässigen Behörden. Priester und Gläubige, die sich zivilgesellschaftlich engagieren, stehen oftmals unter besonderem Druck der staatlichen Aufsicht. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die vorliegende Arbeitshilfe einige Facetten kirchlichen Lebens und konkrete Herausforderungen für Christinnen und Christen im kommunistischen Vietnam. Sie wirbt für Solidarität mit den in dieser Weltregion beheimateten Geschwistern im Glauben.

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