Aktuelle Nachrichten

24. September 2021: Bischof Bätzing zur Situation im Erzbistum Köln

Zur heutigen (24. September 2021) Entscheidung von Papst Franziskus, mehrere Fragen zur Situation im Erzbistum Köln zu beantworten, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing:

„Mit der heute bekannt gemachten Entscheidung des Papstes sind drei personelle Aspekte verbunden: Weihbischof Ansgar Puff nimmt seinen Dienst als Weihbischof im Erzbistum Köln wieder auf. Ebenso wird Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp wieder in den Dienst treten, zunächst aber eine einjährige Zeit der Seelsorgearbeit in Kenia nehmen. Um einen Prozess der Versöhnung und Erneuerung im Erzbistum Köln einzuleiten, gewährt Papst Franziskus dem Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, eine geistliche Auszeit von Mitte Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit im kommenden Jahr.

Über diese Entscheidungen bin ich heute Morgen vom Apostolischen Nuntius in Kenntnis gesetzt worden. Auf unserer gestern beendeten Herbst-Vollversammlungen waren mir diese Entwicklungen nicht bekannt. (...) "

Mehr lesen: Pressemitteilung 24. September 2021

 

16. Juli 2021/22. September 2021: Aktueller Stand der Umsetzung der „Gemeinsamen Erklärung“ zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs

Rund ein Jahr nach der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ haben in den meisten Diözesen die unabhängigen Kommissionen ihre Arbeit aufgenommen oder die Besetzung steht kurz vor dem Abschluss. Am 22. Juni 2020 hatten der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, die Erklärung unterzeichnet.

26. April 2021: Ordnung für das Verfahren zur Anerkennung des Leids

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat am 24. November 2020 die Weiterentwicklung des Verfahrens zur Anerkennung des Leids abgeschlossen. Ausgangspunkt ist die im Herbst 2018 veröffentlichte Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie). Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2020 hatte neun Grundsätze für die Weiterentwicklung des Verfahrens beschlossen. Die Herbst-Vollversammlung 2020 klärte weitere Detailfragen zur Anerkennung des Leids. Am 24. November 2020 ist die Verfahrensordnung verabschiedet worden. Sie tritt zum 1. Januar 2021 in den (Erz-)Diözesen in Kraft und löst das bisherige, seit 2011 praktizierte Verfahren zur materiellen Anerkennung erlittenen Leids ab. In dessen Rahmen wurden rund 2.400 Anträge bearbeitet.

ORDNUNG für das Verfahren zur Anerkennung des Leids
(Diese Ordnung wurde vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am 24. November 2020 beschlossen. Sie berücksichtigt die Änderungen des Ständigen Rats vom 26. April 2021.)
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22. Dezember 2020: Zentrale Anlaufstelle der katholischen Kirche für betroffenen Frauen

Eine zentrale Anlaufstelle für Frauen, die als Erwachsene Gewalt im kirchlichen Raum erfahren haben, bietet seit 22. Dezember 2020 die Deutsche Bischofskonferenz an. Diese Erst-Anlaufstelle ist über die Internetseite www.gegenGewalt-anFrauen-inKirche.de erreichbar und ermöglicht betroffenen Frauen kostenlose und anonyme Beratung nach geistlichem und/oder sexuellem Missbrauch in kirchlichen Kontexten einschließlich der Orden. Getragen wird die Anlaufstelle von der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Die Anlaufstelle versteht sich als Erstberatung und Krisenintervention. Dafür steht ein Kreis von kompetenten und erfahrenen Frauen und Männern aus kirchlichen und fachspezifischen Kontexten zur Verfügung. Sie geben Informationen, die eigenverantwortlich weiterverfolgt werden können, und/oder benennen Personen, die die Betroffenen langfristig begleiten und speziell beraten. Ziel der Beratung ist es, ein möglichst weites Feld konkreter Handlungsmöglichkeiten für Betroffene aufzuzeigen.
Mehr lesen: Pressemitteilung 22. Dezember 2020

28. April 2020: Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung

Die Deutsche Bischofskonferenz und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, haben sich gemeinsam über das weitere Vorgehen zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz verständigt.

Mehr lesen:

Bischof Dr. Stephan Ackermann und Johannes-Wilhelm Rörig haben am 22. Juni 2020 die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ unterzeichnet.
Mehr lesen: Pressemitteilung 22. Juni 2020

1. Januar 2020: Überarbeitete Regelwerke

zum Umgang mit sexuellem Missbrauch und zur Prävention im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz

Seit 1. Januar 2020 sind die neue „Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst“ und die „Rahmenordnung – Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ in allen (Erz-)Diözesen in Kraft getreten. Beide Dokumente wurden vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am 18. November 2019 beschlossen. (Hinweis: Die Ordnung wurde inzwischen überarbeitet, siehe unter Dokumente: Ordnungen und Rahmenordnung)

ORDNUNG für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst
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REGULATION for dealing with sexual abuse of minors and of vulnerable adults by clergy and other church staff
(This Regulation was approved by the Permanent Council of the German Bishops’ Conference on 18 November 2019 in Würzburg.)
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RÈGLEMENT gouvernant le traitement des abus sexuels, sur mineurs et adultes nécessitant aide ou protection, par des membres du clergé et collaborateurs divers au service de l'Église
(Le présent règlement a été décidé par le Conseil permanent de la Conférence épiscopale allemande le 18 novembre 2019 à Wurtzbourg.)
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NORME per il trattamento dell'abuso sessuale su minori e adulti bisognosi di protezione o di aiuto da parte di chierici e altri dipendenti della Chiesa
(Questo ordinamento è stato deliberato dal Consiglio Permanente della Conferenza Episcopale Tedesca il 18 novembre 2019 a Würzburg)
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