| Pressemeldung | Nr. 51

Erzbischof Zollitsch begrüßt Sonderbeauftragte der Bundesregierung für sexuellen Missbrauch

„Dr. Christine Bergmann bringt vielfältige Erfahrungen mit“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert  Zollitsch, hat die Berufung der SPD-Politikerin Bundesministerin a. D. Dr. Christine Bergmann zur unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für sexuellen Missbrauch an Minderjährigen begrüßt. In einem Glückwunschschreiben an Frau Dr. Bergmann dankt Erzbischof Zollitsch ihr für die Bereitschaft, sich dieser wichtigen Aufgabe zu stellen. „Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass Sie aufgrund Ihrer vielfältigen Erfahrung dieses schwierige und mitunter belastende Thema engagiert angehen werden“, so Zollitsch.

Ausdrücklich dankte der Erzbischof der Bundesregierung für die Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema sexueller Missbrauch an Minderjährigen, der heute ebenfalls vom Kabinett beschlossen wurde. „Die katholische Kirche wird alles tun, um eine lückenlose Aufklärung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der Vergangenheit in den eigenen Reihen voranzutreiben“, so Zollitsch. Selbstverständlich sei die Deutsche Bischofskonferenz beim Runden Tisch dabei. „Wir haben ein hohes Interesse und bereits gute Erfahrungen, das Thema der Prävention offensiv anzugehen.“ Er fügte hinzu: „Es ist ein gutes Zeichen für Deutschland, wenn das Thema sexueller Missbrauch an Minderjährigen von allen gesellschaftlich relevanten Gruppen angegangen wird. Von uns allen ist eine schonungslose Aufklärung und absolute Transparenz notwendig“, so der Erzbischof.

Der Runde Tisch tagt erstmals am 23. April 2010 in Berlin. Zuvor wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am 15. April 2010 zu einem Gespräch mit der Bundesjustizministerin in Berlin zusammentreffen.