Katholisches Büro in Berlin

Das Kommissariat der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin – wird im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz in politischen Fragen tätig gegenüber den Organen des Bundes, den gemeinsamen Einrichtungen der Bundesländer, den Landesvertretungen beim Bund, den Parteien und den auf Bundesebene vertretenen gesellschaftlichen Kräften sowie im Zusammenhang damit auch gegenüber internationalen Stellen.

Kirchenraum mit Altarbereich und Bänken, in denen die Politiker sitzen Katholisches-Buero-Berlin_171024-93-000010.jpg
© KNA
Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros in Berlin, beim ökumenischen Gottesdienst vor der konstituierenden Sitzung des Bundestages am 24. Oktober 2017 in der Französischen Friedrichstadtkirche.

Hierzu zählt auch die Wahrnehmung der europapolitischen und -rechtlichen Anliegen der Deutschen Bischofskonferenz auf nationaler und europäischer Ebene in Berlin und Brüssel. Es ist eine Dienststelle der Deutschen Bischofskonferenz und des Verbandes der Diözesen Deutschlands.

Die Arbeitsweise des Kommissariats ist geleitet von der Vorstellung, dass die katholische Kirche in Deutschland dem Gemeinwohl im Ganzen verpflichtet ist und sich in diesem Sinne in den politischen Meinungsbildungsprozess einbringt. Eine wesentliche Aufgabe der Kirche besteht in der Erhaltung und Stärkung grundlegender sinn- und gemeinschaftsstiftender Wertvorstellungen. Sie will insbesondere den Schwachen und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft eine Stimme geben. Sie wirkt auch unmittelbar in die Gesellschaft hinein. Wichtige Schwerpunkte bilden dabei die Wahrnehmung sozial-caritativer Aufgaben, das Bildungswesen und die Kultur.

Das Kommissariat arbeitet dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz unmittelbar zu und erfüllt seinen Auftrag insbesondere durch die Beobachtung politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, der Gesetzgebungsvorhaben des Bundes, durch die sachkundige Begleitung der Vorbereitung von Gesetzen und politischen Entscheidungen einschließlich der Abgabe von Stellungnahmen sowie durch die Umsetzung von Beschlüssen der Organe der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Kommissariat arbeitet mit seinen zurzeit 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in enger Verbindung u. a. mit den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz, der Bistümer, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, dem Apostolischen Nuntius in Berlin sowie mit dem Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Das Kommissariat der deutschen Bischöfe ist 1950 mit Sitz in Bonn gegründet worden. Sein erster Leiter war der Kölner Domkapitular Prälat Wilhelm Böhler, der bereits 1948/49 als Bevollmächtigter der deutschen Bischöfe die kirchlichen Anliegen bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes vertreten und seit 1949 als Beauftragter des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz bei der Bundesregierung in Bonn gewirkt hatte. Nachfolger Böhlers wurde 1958 Prälat Wilhelm Wissing aus dem Bistum Münster. Ihm folgten der Weihbischof und spätere Bischof von Münster Heinrich Tenhumberg, der Prälat und spätere Weihbischof Wilhelm Wöste, ebenfalls Bistum Münster, sowie – von 1977 bis 2000 – der Würzburger Prälat Paul Bocklet. Seit 2000 leitet Prälat Karl Jüsten aus dem Erzbistum Köln das Kommissariat. In demselben Jahr wurde die Dienststelle nach Berlin verlegt und von „Kommissariat der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro Bonn“ in „Kommissariat der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin“ umbenannt.

Anschrift

Kommissariat der deutschen Bischöfe
Katholisches Büro in Berlin
Hannoversche Str. 5
10115 Berlin

Tel.: +49 (0) 30-28878-0
Fax: +49 (0) 30-28878-108
E-Mail: post(at)kath-buero.de
Internetseite: www.kath-buero.de