Ergänzendes Hilfesystem (EHS)

Das Ergänzende Hilfesystem für Fälle sexuellen Missbrauchs (EHS) in Deutschland besteht aus dem Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich und aus dem Ergänzenden Hilfesystem Institutioneller Bereich. Ziel ist es, die aus dem sexuellen Missbrauch bestehenden Folgeschäden zu lindern.

Das Ergänzende Hilfesystem Institutioneller Bereich richtet sich an Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche in staatlichen und nicht-staatlichen Einrichtungen sexuell missbraucht wurden und noch heute an den Folgewirkungen leiden. Betroffene konnten ursprünglich bis zum 31. August 2016 Sachleistungen bis maximal 10.000 Euro beantragen. Es beteiligen sich nach Ablauf dieser Frist auch weiterhin dreizehn nichtstaatliche Institutionen sowie fünf Bundesländer am EHS. Von katholischer Seite sind die Deutsche Ordensobernkonferenz und der Deutsche Caritasverband e. V. bis Ende 2023 sowie bis auf Weiteres die Deutsche Bischofskonferenz darunter.
Mehr lesen: fonds-missbrauch.de

12. Juni 2015: Neue Vereinbarung zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS)

Durch das Ergänzende Hilfesystem erhalten von sexualisierter Gewalt Betroffene Unterstützung und Linderung von Folgewirkungen, wenn Leistungen nicht von bestehenden Hilfesystemen übernommen werden. Am 6. Dezember 2013 unterzeichneten die katholische und evangelische Kirche als erste die „Vereinbarung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch zum ergänzenden Hilfesystem“. Nach den ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Antragsverfahren wurden Änderungen in Bezug auf die Beteiligung von Betroffenen sowie hinsichtlich der noch zu schließenden Vereinbarungen mit den Bundesländern erforderlich. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die erweiterte Einbeziehung von Betroffenen sowie Verfahrensänderungen zum Versand der Entscheidung und bei Mehrfachbetroffenheit (familiär / institutionell). Am 12. Juni 2015 wurde die neue nunmehr gültige Vereinbarung unterzeichnet.
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